Frauen-Notruf stellt Jahresbericht vor
Sicher unterwegs in Münster

Münster -

Sexuelle Gewalt – leider auch in Münster ein gewichtiges Thema. Um die meist schwer traumatisierten Opfer kümmert sich nun schon seit 35 Jahren die Beratungsstelle Frauen-Notruf in Münster.

Mittwoch, 15.05.2019, 22:00 Uhr
Blickten auf die Beratungsarbeit in 2018 zurück (v.l.): Sozialpädagogin Daniela Stöveken mit der Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Lea Götz, und der Geschäftsleiterin Gerlinde Gröger.
Blickten auf die Beratungsarbeit zurück (v.l.): Sozialpädagogin Daniela Stöveken mit der Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Lea Götz, und der Geschäftsleiterin Gerlinde Gröger. Foto: Henrike Kelsch

Am Dienstag stellte die Geschäftsleiterin und Diplom-Pädagogin Gerlinde Gröger gemeinsam mit ihren Kolleginnen Daniela Stöveken und Lea Götz den Jahresbericht 2018 vor. Demnach sei die Zahl der Beratungen seit dem Jahr 2016 von 1232 auf 1361 gestiegen.

Über 50 Prozent der Frauen meldeten sich aufgrund einer Vergewaltigung. In anderen Fällen waren sexueller Missbrauch, sexuelle Belästigung oder der Einsatz von K.o.-Tropfen Anlass der Beratung.

Neben einigen erfolgreichen Kampagnen gegen sexuelle Gewalt hat die Beratungsstelle für das letzte Jahr zudem ein besonders „großes Highlight“ zu verzeichnen: Im Juli letzten Jahres eröffnete das „Sicher Unterwegs in Münster Telefon“ (kurz „sumt“) seine Leitungen. Das Telefon richtet sich an Frauen, die auf ihren nächtlichen Heimwegen nach Begleitung und mehr Sicherheit suchen.

„Es muss kein akutes Problem sein“, erklärt Gerlinde Gröger, das „sumt“ sei schließlich kein Notfall-, sondern ein Begleittelefon. Die Leitungen sind immer mittwochs und samstags zwischen 22 Uhr und 4 Uhr geöffnet. Und wie lautet die bisherige Bilanz? Genaue Zahlen wird es dazu erst ab dem einjährigen Bestehen des Angebotes geben, das Telefon könne jedoch „durchaus noch mehr genutzt werden“, so Gröger. Die Heimwege der Anruferinnen seien bislang alle konfliktfrei verlaufen.

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