Europa-Serie
Stig Andersen – ein Däne in Münster

Münster -

1990 kam Stig Andersen nach Münster – und blieb. Der Däne engagiert sich unter anderem in der Deutsch-dänischen Gesellschaft.

Sonntag, 19.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 19:58 Uhr
Der Däne Stig Andersen lebt seit annähernd 30 Jahren in Münster. Das soll auch so bleiben, sagt er.
Der Däne Stig Andersen lebt seit annähernd 30 Jahren in Münster. Das soll auch so bleiben, sagt er. Foto: Karin Völker

Eigentlich dachte Stig Andersen , er würde nur für vier Jahre bleiben, als er 1990 aus Kopenhagen nach Münster kam und ein befristetes Lektorat am Institut für Skandinavistik an der Universität Münster übernahm. Aus dem beruflichen Abstecher nach Deutschland sind jetzt annähernd 30 Jahre geworden – und mittlerweile ist Stig Andersen, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird, im Ruhestand, auch wenn er freiberuflich weiter einen Lehrauftrag an der Uni ausübt.

„In Münster bin ich zu Hause“, bekräftigt der aus dem Städtchen Haslev stammende Däne. In Haslev auf Seeland, rund 60 Kilometer südlich von Kopenhagen, wohnen mittlerweile keine Verwandten des Wissenschaftlers mehr – „und nach knapp 30 Jahren Abwesenheit müsste ich mir dort auch neue Freunde suchen“, sagt Andersen. Sein Le­bensmittelpunkt bleibt Münster – auch wenn es hier gar nicht sehr viele seiner Landsleute gibt, wie er sagt.

Beim Stammtisch der Deutsch-dänischen Gesellschaft Münster, deren zweiter Vorsitzender er seit Jahren ist, sitzt er immer donnerstags im Lokal Kruse Baimken meistens als einziger Däne unter lauter Fans seines Heimatlandes mit deutscher Staatsangehörigkeit. Stig Andersen hingegen bleibt Däne – als EU-Bürger hat er nie die Notwendigkeit gesehen, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. „Die Deutschen und die Dänen sind sich recht ähnlich“, meint Andersen – in Münster verbinde die Länder noch einmal besonders die Leidenschaft, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Das Rad ist auch Stig Andersens bevorzugtes Verkehrsmittel, betont er: „Ein Auto habe ich in all den Jahren nicht gebraucht.“

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