Verletzter Balljunge
Polizeipräsident widerspricht Fanhilfe-Anwältin

Münster -

Die Polizei hat auf den Vorwurf der Anwältin des geschlagenen Balljungen zurückgewiesen. Die Familie sei nicht bedrängt worden, heißt es in einer Stellungnahme des Polizeipräsidenten, der jetzt die Sachlage aus seiner Sicht schildert.

Dienstag, 21.05.2019, 15:49 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 16:11 Uhr
Verletzter Balljunge: Polizeipräsident widerspricht Fanhilfe-Anwältin
Polizeipräsident Hajo Kuhlisch Foto: Matthias Ahlke

Deutlich widerspricht Polizeipräsident Hajo Kuhlisch dem Vorwurf der Anwältin, die Familie des verletzten Balljungen sei - wie berichtet - von der Polizei bedrängt worden. „Es gehört zu den Aufgaben der Polizei, die Personalien von Geschädigten festzustellen und vorhandenes Videomaterial zu sichern“, äußerte sich der münsterische Polizeipräsident Hajo Kuhlisch am Dienstag zu den Vorwürfen der von der Fanhilfe vermittelten Rechtsanwältin.

Noch im Rettungswagen und vor der Fahrt ins Krankenhaus stellten die Beamten daher die Personalien des verletzten Balljungen fest, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Nachdem in sozialen Medien Hinweise auf ein Video auftauchten, haben die Beamten am Samstagabend unmittelbar Kontakt zur Familie aufgenommen. „Die Familie hatte dabei geäußert, das Video ebenfalls zugeschickt bekommen zu haben“, erklärte der Polizeipräsident weiter. „Es war notwendig, dieses beweiserhebliche Video dann auch sofort für das Verfahren zu sichern.“ Die Familie zeigte sich kooperativ.

Menschliche Anteilnahme

„Ich habe direkt am darauffolgenden Montag veranlasst, dass der Leiter der eingesetzten Bereitschaftspolizeihundertschaft Kontakt zur Familie aufnimmt und in meinem Auftrag das Bedauern über die erlittene Verletzung des Jungen übermittelt“, ergänzte Kuhlisch.

„Die menschliche Anteilnahme ist mir in diesem Fall genauso wichtig, wie die strafrechtlich saubere und unbeeinflusste Aufklärung des Sachverhalts. Obwohl die Familie zunächst das Angebot eines persönlichen Gesprächs angenommen hatte, zog sie diese Bereitschaft zu meinem Bedauern nach der Beratung durch die Rechtsanwältin zurück.“

SC Preußen Münster – Karlsruher SC

1/23
  • Nachdem der Aufstieg ihrer Mannschaft feststeht, stürmen KSC-Fans das Spielfeld im Preußenstadion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der Karlsruher Anhang feiert, bis es qualmt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verletzungspause nach einem Zusammenprall.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ratlose Gesichter bei Kevin Rodrigues Pires, Niklas Heidemann, René Klingenburg und Moritz Heinrich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner beim Gedankenaustausch mit Schiedsrichter Lasse Koslowski.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Trainer Marco Antwerpen ist nicht zufrieden mit dem Schiedsrichtergespann.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun und Kevin Rodrigues Pires müssen nach dem 0:2 den Torjubel der Karlsruher ertragen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg im Duell mit Alexander Groß.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Unverständnis für eine Entscheidung des Unparteiischen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der Führungstreffer der Gäste ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... durch Marvin Pourié.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Karlsruher Aufstiegsjubel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Coach Marco Antwerpen gratuliert KSC-Trainer Alois Schwartz.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rufat Dadashov beim Kopfballduell mit zwei KSC-Spielern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Freude bei den Karlsruhern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Das Oldie-Team des SC Preußen mit Trainer Helmut Horsch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Vor dem Anpfiff: Ehrung aller Spieler, die den Verein verlassen werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • KSC-Aufstiegsfreude.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Polizeikräfte versuchen, für Ordnung zu sorgen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Karlsruher Fans, zunächst auf dem Zaun, ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... dann kurz vor dem Platzsturm.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der scheidende SCP-Trainer Marco Antwerpen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • KSC-Fans duellieren sich mit Polizisten.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die Ermittlungen im von der Staatsanwaltschaft Münster geleiteten Strafverfahren gegen den Beamten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt führt aus Neutralitätsgründen das Polizeipräsidium Bielefeld, heißt es abschließend.

Zum Hintergrund: Im Anschluss an die Drittligabegegnung zwischen  Preußen Münster  und dem Karlsruher SC wurde der Innenraum von KSC-Fans gestürmt. Ein 15-jähriger Balljunge ist auf dem Spielfeld von einem Polizisten leicht verletzt und nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus entlassen worden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6629809?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Großbrand am FMO: Rund 75 Autos brennen im Parkhaus
Nachrichten-Ticker