Preacher-Slam in der Universitätskirche
„Predigt ist kein leichtes Geschäft“

Münster -

Mit einer authentischen, lebendigen Predigt vor allem ein jüngeres Publikum anzusprechen: Das ist das Ziel des „Preacher-Slams“, zu dem die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität am Sonntag zum dritten Mal eingeladen hatte. Zu überzeugen wussten dabei alle drei Studierenden, die antraten, eine Bibeltextstelle aus dem Johannes-Evangelium neu zu interpretieren.

Montag, 27.05.2019, 10:00 Uhr
Benjamin Landwehr, Professorin Christina Hoegen-Rohls, Anne-Sophie Münch und Maximilian Dietrich (v.l.) freuten sich über einen gelungenen Wettbewerb.
Benjamin Landwehr, Professorin Christina Hoegen-Rohls, Anne-Sophie Münch und Maximilian Dietrich (v.l.) freuten sich über einen gelungenen Wettbewerb. Foto: Luzia Langhans

Richtig Predigen will geübt sein. Die Evangelisch-Theologische Fa kultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster lud am Sonntagmorgen zum dritten Mal ihre Gemeinde ein, für die überzeugendste Predigt zu applaudieren.

Drei junge Theologie-Studierende übernahmen für etwa fünf Minuten das Lesepult in der Universitätskirche. Die Aufgabe des „Preacher Slams“: eine Bibeltextstelle aus dem Johannes-Evangelium neu interpretieren und ihre Botschaft in eigenen, ausdrucksvollen Worten näherbringen.

Predigten neue Sprachkraft verleihen

„Predigt ist kein leichtes Geschäft“, erklärte Christina Hoegen-Rohls , Veranstalterin und Professorin für Bibelwissenschaften, den Zuhörern. In ihrem Seminar „Predigtlehre“ lernen die Studenten, der Predigt neue Sprachkraft zu verleihen und sie innovativ zu gestalten. Eine Predigt solle durch Authentizität ins Herz treffen, so Hoegen-Rohls.

Der Sieger wurde per Applausstärke bestimmt. Am meisten berührte die Predigt von Studentin Anne-Sophie Münch das Publikum. Sie überzeugte mit ihrer persönlichen Interpretation der Überwindung von Angst durch Gottes Vertrauen. Bildlich berichtete sie von ihrer eigenen Angst vor Unsicherheiten im Studienalltag. Auch die Predigten von Maximilian Dietrich und Benjamin Landwehr wurden intensiv beklatscht.

Wertvolle Erfahrung

Alle drei Studierenden schätzen die Erfahrung vor allem in Hinblick auf den späteren Berufsalltag. „Unser Studium ist eher theoretisch aufgebaut, deshalb hat man die Möglichkeit, Predigen zu üben, ohne dass etwas schief gehen kann“, sagte Anne-Sophie Münch.

Wir wollten weg von der starren Form der Predigt.

Student Maximilian Dietrich

Maximilian Dietrich freute sich, dass das moderne Konzept ankommt: „Wir wollten weg von der starren Form der Predigt und mehr junge Menschen erreichen“. Dieses Ziel wurde am Sonntagmorgen sichtlich erreicht. Zu beobachten war eine lebendige Altersmischung in der Kirche.

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