72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend
Jugend kann gut mobilisieren

Münster -

Die Neugestaltung eines Gemeindegartens, Säuberung von Grünflächen oder auch Gottesdienste mit anschließender Kinovorführung: Bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Münster waren den Betätigungsfeldern des Nachwuchses keine Grenzen gesetzt.

Montag, 27.05.2019, 12:00 Uhr
Verteilten in der Kreuzkirche ausnahmsweise auch Popcorn (hintere Reihe von links): Pastoralreferent Daniel Drescher, Pastoralassistent David Krebes, Messdienerleiterin Helena Tewes sowie Joel Amagandji, Jens Luhmann und Stephan Gemeine vom Sachausschuss Jugend.
Verteilten in der Kreuzkirche ausnahmsweise auch Popcorn (hintere Reihe von links): Pastoralreferent Daniel Drescher, Pastoralassistent David Krebes, Messdienerleiterin Helena Tewes sowie Joel Amagandji, Jens Luhmann und Stephan Gemeine vom Sachausschuss Jugend. Foto: Julia Alexander Fischer

Drei Tage lang zeigten sich viele katholische Kirchengemeinden in Münster von einer ungewohnten Seite. Im Rahmen der bundesweiten 72-Stunden-Aktion veranstalteten sie am Wochenende verschiedene Projekte, die sich mit gesellschaftlichen oder politischen Themen auseinandersetzten und über die Religion hinausgingen.

Das Themenspektrum war dabei breit gestreut. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisierte die Aktion zwar im ganzen Bundesgebiet, die konkrete Umsetzung sowie die Wahl der Themen passierten aber durch den Nachwuchs in den einzelnen Kirchengemeinden.

So gestalteten die Pfadfinder von St. Michael in Gievenbeck den Gemeindegarten neu, während die Schützenjugend von St. Sebastianus in Kinderhaus Grünflächen säuberte. Die Gemeinde Heilig Kreuz lud dagegen zum gemeinsamen Filmschauen ein. Unter dem Thema „Freundschaft“ veranstalte Pastoralreferent Daniel Drescher mit 40 Jugendlichen drei Gottesdienste mit anschließender Kinovorführung in der Kreuzkirche – je einen für Jugendliche, Erwachsene und Familien.

Wir haben wahrgenommen, dass den Menschen eine Begegnungsstätte fehlt.

Pastoralreferent Daniel Drescher

„Wir haben wahrgenommen, dass den Menschen eine Begegnungsstätte fehlt. Deswegen wollten wir etwas organisieren, wo die Leute einfach hinkommen und sich treffen können“, erklärte Drescher. Dadurch seien auch viele Menschen erschienen, die sonst nicht erreicht werden könnten.

Problematisch sei allerdings der Termin am Sams tagabend gewesen, als die Ge meinde mit zahlreichen Kon kurrenzveranstaltungen wie der Kopfhörerparty und dem Bierfest zu kämpfen hatte.

Insgesamt könne die 72-Stunden-Aktion in ganz Münster aber als Erfolg gewertet werden. „Die Veranstaltungen in allen Gemeinden haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche sehr gut mobilisieren können. Sie haben nicht nur Gleichaltrige begeistert, sondern auch Erwachsene“, resümierte Drescher, der sich das gesamte Wochenende auch mit den anderen münsterischen Kirchengemeinden austauschte.

Politiker besuchen Aktionen wegen einer Wette

Auch Politiker kamen wegen einer Wette zur 72-Stunden-Aktion in die Stadt. Der BDKJ hatte zuvor mit den Abgeordneten des NRW-Landtags gewettet, dass 72 Prozent von ihnen bei einer Veranstaltung der Aktionstage anwesend sein würden.

So besuchte beispielsweise Simone Wendland das Jugendzentrum Drei Eichen in Handorf, während Josephine Paul beim Mittagessen der St.-Joseph-Gemeinde dabei war.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6641857?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Stadt will bald Pläne für neue Gesamtschule vorlegen
Die jetzige, nur spärlich frequentierte Sekundarschule im ehemaligen Schulzentrum Roxel, wäre aus Sicht der münsterischen Schulpolitik ein idealer Standort für eine Gesamtschule. Die Gemeinde Havixbeck sieht das anders.
Nachrichten-Ticker