Baum-Erlebnispfad im Schlossgarten eingeweiht
Ökosystem Baum anschaulich erklärt

Münster -

Der Schlossgarten ist um eine Attraktion reicher: Die Uni eröffnete am Sonntag einen rund einen Kilometer langen Baum-Erlebnispfad, an acht Stationen wird das „Ökosystem Baum“ anschaulich erklärt.

Sonntag, 02.06.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 14:47 Uhr
Ein Highlight kam am Sonntag bei 25 Grad im Schatten bei den Premieren-Besuchern besonders gut an: An der Station fünf des Baum-Erlebnispfads im Schlossgarten laden hölzerne Ruheliegen zur Rast ein.
Ein Highlight kam am Sonntag bei 25 Grad im Schatten bei den Premieren-Besuchern besonders gut an: An der Station fünf des Baum-Erlebnispfads im Schlossgarten laden hölzerne Ruheliegen zur Rast ein. Foto: hpe

Der verheerende Sturm „Kyrill“ wütete vor zwölf Jahren auch im Schlossgarten der Uni. Wie Mikadostäbchen kippten alte Bäume um. Die Lindenallee Richtung Restaurant existierte nicht mehr. Längst ist Münsters stadtnahe „grüne Lunge“ wieder ein Erlebnisraum und seit Sonntag um eine Attraktion reicher: Prorektorin Prof. Maike Tietjens eröffnete den Baum-Erlebnispfad. „Wir wollen so den Austausch zwischen Bürger und Uni intensivieren und mit dem Baum im Mittelpunkt auch das Symbol für den Klimaschutz würdigen“, so Tietjens.

In dem einzigartigen Naturdenkmal hinter dem Schloss könne die Uni nun noch besser „ihrem öffentlichen Bildungsauftrag in vielfältiger Art und Weise nachkommen“. Wissenschaft, Kultur und Geschichte werden „sicht- und erlebbar“ gemacht und Menschen für die Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Biodiversität sensibilisiert, so die Prorektorin.

An acht interaktiven Stationen geht es auf dem einen Kilometer langen Pfad beispielsweise um die Bedeutung des Totholzes für Leben und Artenreichtum, den Lebenszyklus eines Baums, Fledermäuse als Akrobaten der Nacht und die Blutbuche. Und an der Buche beantwortet sich dann auch die Frage, die auf dem Infoflyer zum Erlebnispfad formuliert wird: Warum bekommt der Specht beim Hämmern keine Kopfschmerzen? Weil das Gehirn des Vogels, dessen kantiger Meißelschnabel wie ein Presslufthammer in das Holz schlägt, durch eine Art Stoßdämpfer abgefedert wird, behält er bei der Insektensuche einen klaren Kopf.

Der Lehrpfad ist selbsterklärend, ideal für Kinder- und Jugendgruppen, hat Mitmach-Stationen und ist kostenlos zugänglich. Auf Schautafeln gibt es Infos, Führungen könnten unter Telefon 0251/83-23829 vereinbart werden. Wer sein Wissen noch erweitern will, kann im benachbarten Botanischen Garten weitere Infos in einer kleinen Extra-Ausstellung (Blätter, Blüten, Früchte) bekommen.

Impressionen: Universität eröffnet Baum-Erlebnispfad

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