Benefizabend für Johannes-Hospiz
Begleitung auf dem letzten Weg

Münster -

Ein Benefiz-Abend für das Johannes-Hospiz fand im Zwei-Löwen-Club statt. Für die Musik sorgten die Zucchini Sistaz.

Montag, 10.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 20:34 Uhr
Die „Zucchini Sistaz“ spielten beim Benefiz-Abend für das Johannes-Hospiz auf.
Die „Zucchini Sistaz“ spielten beim Benefiz-Abend für das Johannes-Hospiz auf. Foto: André Daub

Philomena Brinkbäumer erinnert sich gerne an eine 95-jährige Künstlerin. Ein Jahr hat sie die Dame während ihres Lebensabends begleitet. „Mit 88 Jahren ist sie noch als Tänzerin aufgetreten“, erzählt Brinkbäumer. Als die Frau dement wurde und ihr Sprachvermögen verlor, zeigte sie stumm auf den Nachttisch. Darin befand sich eines von den letzten Bilder, die sie gemalt hat. Ein Abschiedsgeschenk. „Viele haben Angst vor der Begegnung mit Sterbenden. Aber wir bekommen von den Menschen die Nähe zurück, die wir ihnen geben.“

Benefizabend für das Johannes-Hospiz

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  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub
  • Im Zwei-Löwen-Club fand ein Benefizabend für das Johannes-Hospiz statt. Foto: Andre Daub

Brinkbäumer ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und Gast bei dem vom Förderverein für das Johannes-Hospiz veranstalteten Benefiz-Abend im Zwei-Löwen-Club am Kanonengraben. Seit 20 Jahren begleiten 28 feste und rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiter alte und schwer kranke Menschen auf ihrem letzten Weg – in den zehn Räumen des Hospizes und zu Hause.

150 Unterstützer haben sich wie Brinkbäumer ein Abendticket gekauft. Ein Viertel des Erlöses geht an den Förderverein. Als gemeinnützige GmbH muss das Johannes-Hospiz zehn Prozent seines Umsatzes selbst bestreiten. Das sind jährlich 300 000 Euro. Den Rest zahlt die Krankenkasse. „Vielleicht treten Sie ja dem Förderverein bei, weil es Ihnen heute so gut gefällt“, sagt Vorsitzender Christof Mittmann, als er die Gäste durch den von der Vizevorsitzenden Sabine Lütke-Schwienhorst organisierten Abend führt.

Als das münsterische Jazz-Trio „Zucchini Sistaz“ aufspielt, wird getanzt. Auch Hedwig Wolffgang freut sich über die Musik. Wie Brinkbäumer hat sie eine achtmonatige Ausbildung zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin im Johannes-Hospiz gemacht. „Wir entlasten die Hauptamtlichen so gut es geht, damit sie sich auf die Pflege konzentrieren können“, betont sie.

Der Abend im Zwei-Löwen-Club ist Auftakt zu weiteren Veranstaltungen rund um das 20-jährige Jubiläum. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.johannes-hospiz.de.

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