A - Z Architekten
Ein Architekt des Wiederaufbaus

Münster -

Die Reihe „A - Z Architekten“ geht in die nächste Runde. Diesmal steht der Architekt Jobst Hans Muths im Mittelpunkt.

Montag, 10.06.2019, 19:31 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 19:40 Uhr
Kultivierte Sachlichkeit: Zwei-Löwen-Klub in Münster, 1951 von Jobst Hans Muths
Kultivierte Sachlichkeit: Zwei-Löwen-Klub in Münster, 1951 von Jobst Hans Muths Foto: Stefan Rethfeld

Seine Bauten fügen sich zumeist leise in den Kontext ein: ob Wohnvillen in gehobener Lage, Giebelhäuser in der Altstadt oder innerstädtische Geschäftshäuser. Es verwundert daher nicht, dass der Architekt Jobst Hans Muths heute kaum noch bekannt ist. Als sein sichtbarster Bau kann der Zwei-Löwen-Klub (1951) am Kanonengraben gelten.

In der Reihe „A-Z Architekten“ widmet der BDA Münster-Münsterland dem Architekten Jobst Hans Muths (1906-73) einen besonderen Architekturabend – am Mittwoch (12. Juni) um 19 Uhr im Zwei-Löwen-Klub.

Bereits sein Vater Hans Muths (1868-1915) wirkte am Bau des städtischen Lortzing-Theaters mit und schuf 1914 das Hotel Fürstenhof. Die Innenausstattung entwarf Fritz August Breuhaus, der in den Zwanziger Jahren zu den prominentesten und meistbeschäftigten Architekten in Deutschland aufsteigen sollte.  Beide Architekten prägten Jobst Hans Muths nachhaltig. 

Als junger Absolvent  der Staatlichen Baugewerkschule in Münster sowie der Technischen Hochschulen Darmstadt und Karlsruhe konnte er im Atelier Breuhaus (Düsseldorf) an großbürgerlichen Projekten mitarbeiten. 1929 trat er der Künstlervereinigung Schanze als Mitglied bei und gründete 1933 ein Architektur-Atelier für Hochbau und Innenraumgestaltung.

Nach 1945 zählte Muths zu den wichtigen Architekten im Wiederaufbau. Viele Giebelhäuser in der Altstadt, darunter die Lambertikaplanei, und großzügige Wohnhäuser in neuen Wohnvierteln entstanden nach seinen Plänen. Der Bau des Zwei-Löwen-Clubhaus (1951) bezeugt seinen gesellschaftlichen Einfluss als kultiviert-sachlicher Architekt – häufig mit heiterer Note. Seinen Lebensabend verbrachte er in Leende (Niederlande) im Kreis seiner Familie.

In seinem Vortrag „Großzügige Wohn- und Clubkultur: Tradiertes Bauen für gehobene Kreise – mit niederländischem Einfluss“ wird Stefan Rethfeld den Werdegang des Architekten anschaulich vorstellen. Im Anschluss bietet ein Gespräch mit dem Sohn Maarten Muths Gelegenheit zur Vertiefung. Alle Architekturinteressierten sind eingeladen. Eintritt ist frei.

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