SPD-Bürgergespräch zum Architekten-Entwurf
So könnte das Freizeitbad in Gievenbeck aussehen

Münster -

Kommt das „Gievenbad“? Bei einem SPD-Bürgergespräch wurde am Mittwoch ein Architektenentwurf für ein Freizeitbad in Gievenbeck vorgestellt. Doch ob aus der Vision Realität wird, ist ungewiss.

Donnerstag, 13.06.2019, 18:29 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 20:50 Uhr
SPD-Bürgergespräch zum Architekten-Entwurf: So könnte das Freizeitbad in Gievenbeck aussehen
Architekten-Animation: So könnte das "Gievenbad" von außen aussehen. Foto: Gruppe MDK Münster

Ein Freizeitbad in Gievenbeck – beim Blick in die Glaskugel war es bereits vollendet. Doris Feldmann, SPD-Ratsfrau für Gievenbeck hatte einen „Zeitungsartikel“ aus dem Jahr 2026 verfasst, den sie zu Beginn lächelnd vorlas: Eine Vision jenes Sport- und Familienbades, die im Folgenden vorgestellt und von etwa 30 Besuchern interessiert aufgenommen wurde. Eine attraktive Vision – indes: der Weg dorthin wäre, falls man ihn ginge, noch lang und unsicher.

Klar wurde beim Bürgergespräch im „Fachwerk Gievenbeck“ aber auch: Die einladende SPD – moderierend vertreten durch Fraktionschef Dr. Michael Jung – ist von dem Konzept überzeugt. Manch kritischer Frage zum Trotz stieß der Entwurf insgesamt auf Zuspruch. Die Architekten Dirk Kaminski und Hendrik Nettels von der Gruppe MDK Münster hatten auf eigene Initiative ein Konzept erarbeitet, das auf der Leinwand gut erkennbar wurde. Jetzt stellten die beiden Planer ihr vor einigen Monaten schon einmal präsentiertes Konzept vor Ort in Gievenbeck vor.

Flächen sind in städtischem Besitz

Der Stadtteil sei wegen Nähe zur Konversionsfläche der Oxford-Kaserne sehr gut geeignet, die Grundstücke (etwa für den einst geplanten Bezirksfriedhof West) seien in städtischem Besitz. Zum leidigen Schwimmthema in Münster: Die Bäder seien entweder überfüllt oder wegen mangelnder Attraktivität kaum frequentiert. Schulschwimmen sei nur über Bustransporte, Leistungsschwimmen wegen fehlender 50-Meter-Bahnen gar nicht möglich. Vom Spaßfaktor für Familien zu schweigen.

Grundriss des Bad-Entwurfes

Grundriss des Bad-Entwurfes Foto: Gruppe MDK Münster

All diese Felder will der Architekten-Entwurf abdecken: Mit zwei getrennten Schwimmbereichen (für Sport und Spaß), deren Wasserfläche insgesamt so groß wäre wie die der bereits bestehenden Hallenbäder zusammen.

Bessere Auslastung prophezeit

Dr. Michael Jung wies darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit in puncto Auslastung bei einem Bad dieser Größe erheblich besser sei als bei kleinen Bädern. „Es gibt ein hohes Interesse an solchen Bädern.“ Sogar Ibbenbüren habe sich dazu entschlossen.

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Die Architekten Dirk Kaminski und Hendrik Nettels (1. und 3. von links) stellten ihren Entwurf für ein „MS-Gievenbad“ vor. Ratsfrau Doris Feldmann und Fraktionschef Dr. Michael Jung von der SPD hatten ins Fachwerk Gievenbeck eingeladen. Foto: Arndt Zinkandt

Im Publikum wurden die „Fraktionen“ der Sport-Schwimmer und der erlebnisorientierten Familien erkennbar. Käme man sich da „ins Gehege“? Und wie sähe es mit den Eintrittspreisen aus? Auf die Wichtigkeit des Schwimmunterrichts wies vor allem Ralf Pander hin, Vorsitzender der Wasser- und Freizeitvereins.

SPD-Mann Jung betonte: „Das hier ist nur ein Grob-Konzept.“ Nach Änderung des Bebauungsplans müsse noch ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Umso mehr Anerkennung an Kaminski und Nettels: „Danke, dass Sie das angestoßen haben.“

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