Kinderuni im Botanischen Garten
Wo  Harry  Potters  Zauberpflanzen sprießen

Münster -

Teufelsschlinge, Alraune, Mispel – all diese Pflanzen kommen in Harry-Potter-Romanen vor. Und sie sprießen hinter dem Schloss im Botanischen Garten.

Samstag, 15.06.2019, 10:00 Uhr
„Kennt ihr die eichblättrige Hainbuche?“ fragt Mirja Hentschel (l.) bei der Kinderuni. Auch aus ihrem Holz sind Zauberstäbe in den Harry-Potter-Romanen geschnitzt.
„Kennt ihr die eichblättrige Hainbuche?“ fragt Mirja Hentschel (l.) bei der Kinderuni. Auch aus ihrem Holz sind Zauberstäbe in den Harry-Potter-Romanen geschnitzt. Foto: Matthias Ahlke

Aus welchem Holz besteht Harry Potters Zauberstab? Für Mattes Koling eine wirklich sehr einfache Frage: „Stechpalme natürlich! Ist doch klar – Stechpalme wehrt ja auch die bösen Kräfte ab.“ Biologin Dr. Mirja Hentschel nickt. Mattes und auch ein paar anderen Kindern aus ihrer Gruppe kann sie in Sachen Harry Potter nichts vormachen.

Harry Potter muss in Hogwarts einiges lernen über Zauberpflanzen – und die hat sich J. K. Rowling, Autorin der spannenden Romane, nicht einfach ausgedacht. „Die meisten Pflanzen gibt es wirklich, sogar im Botanischen Garten am Schloss. Bei der Kinderuni am Freitagnachmittag konnten die Mädchen und Jungen viele von ihnen kennenlernen.

Eibe als Symbol des Todes

Sie heißen Alraune, Teufelsschlinge, Weinraute oder Wolfswurz – und manche sind so giftig, dass man sie bloß nicht anfassen sollte, wie etwa den Teufelswurz oder Eisenhut. Oder die Eibe – der mächtige Baum, der im Botanischen Garten steht, ist ungefähr 190 Jahre alt.

Kein Zufall, dass der Zauberstab des bösen Lord Voldemort in den Harry-Potter-Büchern aus Eibenholz geschnitzt ist, erklärt Hentschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Botanischen Garten. Früher wurde Kindern erzählt, wer unter Eiben schlafe, wache nie wieder auf. Die Eibe ist ein Symbol des Todes , Pfeile aus Eibenholz sind Giftpfeile.

Kleine Mutprobe

Die 60 Plätze für die letzte Kinderuni im Sommersemester waren im Nu ausgebucht – in vier Gruppen streiften die jungen Harry Potter-Fans durch den Garten. Als Zauberpflanzenexperten waren auch Sophie Kuhlmann, Isabella Voss und Christian Volk als Führer im Einsatz. Inklusive kleiner Mutprobe: „Wer traut sich, den Finger in die Öffnung der fleischfressenden Schlauchpflanze zu stecken?“ „Klebrig und ein bisschen schleimig“, so das Urteil derjenigen, die sich trauten. Immerhin – kein Finger wurde verschluckt.

Im nächsten Wintersemester geht die Kinderuni mit Veranstaltungen an wechselnden Orten der Universität weiter. Am 15. November um 16.15 Uhr vermitteln Sportwissenschaftler und Spieler der WWU Baskets in der Uni-Sporthalle am Horstmarer Landweg 51, wie Teamwork funktioniert.

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