Gymnasium St. Mauritz und Pfarrei St. Petronilla feiern Fronleichnam
Premiere auf dem Schulhof

Münster -

Als bischöfliche Lehranstalt hat das Gymnasium St. Mauritz sicherlich einen natürlicheren Bezug zur Kirche als andere. Und doch ist die gemeinsame Feier von Fronleichnam am Donnerstag (20. Juni) mit der Gemeinde St. Petronilla in Handorf eine Premiere - Eine, an der die Schüler in der Vorbereitung aktiv mitgewirkt haben.

Mittwoch, 19.06.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 10:20 Uhr
Schulseelsorger Hendrik Drüing, die Schüler Simon Raschke und Fabian Nüßing sowie Pfarrer Jürgen Streuer (v.l.) freuen sich auf das erste gemeinsame Fronleichnamsfest.
Schulseelsorger Hendrik Drüing, die Schüler Simon Raschke und Fabian Nüßing sowie Pfarrer Jürgen Streuer (v.l.) freuen sich auf das erste gemeinsame Fronleichnamsfest. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ladermann

Premiere auf dem Schulhof: Erstmals feiert das bischöfliche Gymnasium St. Mauritz das Fronleichnamsfest am Donnerstag (20. Juni) gemeinsam mit der Pfarrei St. Petronilla in Handorf. Gestartet wird um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Schulhof, anschließend zieht die Gemeinde in einer Prozession zur Dyckburg-Kirche, wo das Fest ausklingen wird.

Schulseelsorger Hendrik Drüing weiß um den Feiertag und das lange Wochenende, ist aber dennoch optimistisch: „Wann feiert man schon mal ein kirchliches Fest in der Schule?“ Schnell hätten sich Schülerinnen und Schüler gemeldet, die den Gottesdienst mitvorbereiten wollten. „Wir möchten Fronleichnam nicht nur als historisches Fest feiern, sondern auch einen aktuellen Bezug zur heutigen Lebenswirklichkeit herstellen“, erklärt Drüing.

Schülern behandeln aktuelle Themen 

So haben die Jugendlichen zunächst anhand des Evangeliums überlegt, um was es bei diesem Fest geht. „Wir haben uns auf vier Themen geeignet“, erklärt Florian Nüßing und zählt auf: „Teilen, Nähe Gottes, Gemeinschaft und die Öffentlichkeit draußen.“ Vier Schüler werden anstelle der Predigt näher auf die Bedeutung der Begriffe eingehen.

„Wir haben uns überlegt, welche vier negativen Erfahrungen diesen Idealen gegenüberstehen“, berichtet der 18-Jährige. Das Ergebnis: Flüchtlinge als eine Menschengruppe, bei der das Teilen manchmal zu kurz komme, die Umweltzerstörung, bei der Gottes Schöpfung zerstört werde, sowie Freiheit und Mobbing. Letzteres stelle einen konkreten Bezug zum Schulalltag her.

Gelebte Nähe von Schule und Pfarrei 

„Wir laden alle Gottesdienstbesucher ein, zu überlegen, wie diesen Zuständen entgegengewirkt werden kann“, ergänzt der 18-jährige Simon Raschke. Mit Kreide können sie ihre Ideen auf dem Schulhof verschriftlichen. Zwei weitere Stationen auf dem Weg zur Dyckburg-Kirche werden von Mitgliedern des Liturgiekreises der Pfarrei vorbereitet.

Pfarrer Jürgen Streuer und Hendrik Drüing wollen mit der Premiere eine Win-Win-Situation schaffen: „Der Schulgemeinschaft soll verdeutlicht werden, dass sie räumlich zu einer Pfarrei gehört, und die Mitglieder von St. Petronilla sollen das Gymnasium auf ihrem Gemeindegebiet stärker wahrnehmen.“ Entstanden ist die Idee im Ausschuss „Schule und Gemeinde“.

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