Festival „Münster rockt“
Uni-Professor lässt das Schloss erzittern

Münster -

Im „normalen“ Leben ist Christopher Deninger Mathematikprofessor. Doch an diesem Wochenende konnten seine Studierenden und alle Interessierten wieder einmal eine andere Seite am Professor Dr. kennenlernen: Deninger ist nämlich der Organisator des Metal-Festivals „Münster rockt“.

Sonntag, 23.06.2019, 21:00 Uhr
Die Band Devil‘s Balls ließ es beim Festival „Münster rockt“ direkt vor dem Universitätsschloss ordentlich krachen.
Die Band Devil‘s Balls ließ es beim Festival „Münster rockt“ direkt vor dem Universitätsschloss ordentlich krachen. Foto: Claus Röttig

Die Sonne spiegelt sich in den Fenstern des Schlosses, Studenten haben es sich auf den Wiesen davor auf Decken gemütlich gemacht: Ein ganz normaler Tag in Münster? Nicht ganz, denn vor dem Schloss ist eine große Bühne aufgebaut und aus den Boxen klingen schwere Gitarrenriffs, Schlagzeug und Bass.

Denn bereits zum fünften mal wird der münsterische Schlossplatz zum Mekka für die Metal-Fans. „Münster rockt“ ist das Geheimrezept, das durch Prof. Dr. Christopher Deninger organisiert wird.

Eigentlich ist der Mathematikprofessor der Wissenschaft verschrieben, „aber ich habe vor einigen Jahren ein Metal-Konzert von der Gruppe Nightwish gehört“: Das habe ihn so mit dem Virus infiziert, dass er tiefer in die Szene abgetaucht sei. „Ich wusste gar nicht, dass ich die Seite an mir habe, aber ich genieße das sehr.“

Ich wusste gar nicht, dass ich die Seite an mir habe, aber ich genieße das sehr.

Prof. Dr. Christopher Deninger

Bereits am Nachmittag betrat die erste Band die Bühne: Prism begeistert mit Alternativ Rock, während die Devil‘s Balls mit dem Glam-Rock eher an Bon Jovi erinnern.

Das finden zumindest die Zuhörer, die nicht unbedingt alles Metal-Fans aus dem Bilderbuch sind und das Klischee des langhaarigen Bartträgers erfüllen. „Es sind einfach tolle Menschen, die sehr emotional sind“, freut sich der Professor.

In der Zwischenzeit haben Angel Wings die Bühne betreten: Die Musiker aus Gibraltar zeigen Gothic, während sich Lacrimas Profundere bereits für ihren Auftritt fertig machen. Die Bands findet Deninger oft durch Zufall: „Einige bewerben sich bei uns, andere höre ich auf Festivals, die ich besuche.“

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