Neue Ausstellung im Mühlenhof
Der Geschichte auf der Spur

Münster -

Wer durch den Mühlenhof schlendert, kommt ins Träumen: Wie war das wohl früher in so einem kleinen Dorf im Münsterland? Was haben die Menschen gemacht und wie war ihr Alltag? Die wenigsten kommen aber auf die Idee, einmal das Konzept des Mühlenhofes zu hinterfragen.

Montag, 24.06.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 12:02 Uhr
Sie haben das Konzept des Mühlenhofes wissenschaftlich unter die Lupe genommen (v.l.): Lara Maria Krüger, Trisha Cizielskie, Damaris Mühlbach, Dorothee Jahnke, Elisabeth Timm und Gestalter Paul Eslage.
Sie haben das Konzept des Mühlenhofes wissenschaftlich unter die Lupe genommen (v.l.): Lara Maria Krüger, Trisha Cizielskie, Damaris Mühlbach, Dorothee Jahnke, Elisabeth Timm und Gestalter Paul Eslage. Foto: Claus Röttig

Das hat nun eine Gruppe Studenten übernommen: Unter der Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Timm vom Volkskundlichen Institut an der WWU nahmen Studenten den Mühlenhof und sein Konzept nun genauer unter die Lupe. In der Ausstellung „Vorgestellt und Aufgebaut“ sind nun die Ergebnisse zu sehen.

„Eigentlich ist der Mühlenhof vollkommen unwissenschaftlich aufgebaut“, sagt Lara Maria Krüger , eine der Studentinnen, lachend. Das sei ein Zeichen der damaligen Zeit gewesen. „Nun haben wir uns unter anderem mit dem Hintergrund des Mühlenhofes beschäftigt.“ Den kennt auch Timm: „Theo Breider, der Gründer des Mühlenhofes, war kein Akademiker. Vielmehr war er Marketingexperte im Bereich Tourismus.“ Mit diesem Wissen habe er sich der Idee des Mühlenhofes genähert. „Jedes Museum trägt ein Erbe mit sich und damit die Frage, wie es seine Exponate präsentiert und wie es Geschichten erzählt.“ Genau das sei das Ziel der Studenten gewesen, diese kleine Geschichten wissenschaftlich zu untersuchen. „Es gibt in Museen einfach keine neutrale Darstellung von Fakten. Außerdem muss man die Situation damals berücksichtigen, 14 Jahre nach dem Krieg“, so Timm.

Die Studentinnen hatten sichtlich Spaß, in die Vergangenheit des Museums einzutauchen: „Wir haben uns eben die Frage gestellt: Wie ist das entstanden, was man heute sieht“, so Trisha Cizielskie. Es sei nie um die historisch richtige Interpretation der Exponate gegangen oder anderer Inhalte. „Es ist der konzeptionelle Ansatz auf Basis von Historie“, so die Studenten. Die Ausstellung ist noch bis zum 10. November im Mühlenhof am Theo-Breider-Weg zu sehen.

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