Vainstream Rockfest erwartet 16.000 Besucher
Ruhe vor dem Schlagzeuggewitter

Münster -

Einst nicht viel mehr als eine fixe Idee, heute aus Deutschlands Festival-Landschaft kaum wegzudenken: Am Samstag steigt das 14. Vainstream Rockfest – mit ganz viel Metal- und Punk-Musik.

Mittwoch, 26.06.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 21:50 Uhr
Bester Dinge für die 14. Auflage des Vainstreams: Die Organisatoren Timo Birth (r.) und Tom Naber von der Kingstar GmbH. Wer keine Karte ergattert hat, kann auch im Live-Stream im Internet zusehen.
Bester Dinge für die 14. Auflage des Vainstreams: Die Organisatoren Timo Birth (r.) und Tom Naber von der Kingstar GmbH. Wer keine Karte ergattert hat, kann auch im Live-Stream im Internet zusehen. Foto: Björn Meyer

Wer am Samstag spontan das Vainstream-Rockfest im Hawerkamp besuchen möchte, der kommt zu spät. Seit vier Monaten ist das Festival für Punk-, Metal- und Hardcore-Musik ausverkauft. 16.000 Besucher werden erwartet, dazu 30 Bands. Was als lokaler Versuch begann, ist mittlerweile ein international wahrgenommenes Festival, bei dem nicht nur die angesagtesten Bands der Szene auftreten, sondern in diesem Jahr auch Besucher aus 30 verschiedenen Ländern anreisen.

Seit über einer Woche wird am Hawerkamp aufgebaut, dennoch wirkt Mitorganisator Tom Naber ganz entspannt, als er am Mittwoch, drei Tage vor Veranstaltungsbeginn (Samstag, 9.45 Uhr), über das Gelände schlendert. „Wir liegen gut in der Zeit“, schiebt er die Begründung gleich vorweg.

Neues Pfandsystem

Dabei konnten sich die Organisatoren in diesem Jahr nicht nur auf ihre Erfahrung verlassen. Vor allem die Aufgabe, ein Pfandsystem aufzubauen, wog schwer. Die bisherige Regelung über Einwegbecher hatte im vergangenen Jahr für Kritik gesorgt, sogar eine Online-Petition dagegen hatte es gegeben. „Wir haben das wahrgenommen“, zeigt sich Naber einsichtig.

Für den Veranstalter ist die Umstellung auf ein Pfandsystem dennoch eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Denn die Rückgabe bindet Personal, braucht aber vor allem auch Platz. Genau der aber sei auf dem Gelände begrenzt, sagt Naber in der festen Überzeugung, mittlerweile gut auf die Änderung vorbereitet zu sein.

Kostenloses Trinkwasser

Genau wie auch auf die erwarteten Temperaturen von über 30 Grad Celsius. Kostenlose Trinkwasserstellen, mehr Schattenplätze, verbilligter Sprudel an den Bierbuden – „letzten Endes müssen wir dennoch auf die Vernunft der Leute bauen, und das klappt erfahrungsgemäß auch sehr gut“, sagt Naber, der jedem Festivalbesucher rät, an eine Kopfbedeckung zu denken.

Ausgesprochen punkig

Neben allen Seitenschauplätzen, das, worum es an diesem Tag eigentlich geht – die Musik – präsentiert sich in diesem Jahr ausgesprochen punkig. Mit Feine Sahne Fischfilet, Flogging Molly, Donots und den Dropkick Murphys kommen vier der letzten fünf Bands des Tages aus diesem Bereich, hinzu gesellt sich mit den Architects „einer der derzeit stärksten Acts der Metal-Szene überhaupt“, freut sich Veranstalter Timo Birth.

Doch schon weit vorher, in den Morgenstunden, ist auf der Bühne einiges los. Mit Spannung sieht Birth persönlich dem Auftritt von ­Rise of the Northstar (12.15 Uhr), Rap-Metal aus Paris, entgegen. Zudem im Programm: „Neaera“, Metal-Helden aus Münster, die beim Vainstream ein exklusives, weil in diesem Jahr ihr einziges Konzert geben.

Für die 15. Auflage des Vainstream im kommenden Jahr gibt es derweil schon einen Termin – den 27. Juni 2020. Ab Montag beginnt der Vorverkauf.

Vainstream 2019: Die Top-Acts

1/9
  • Donots

    Wo: Lonsdale Stage

    Wann: 19.30 Uhr 

    Foto: Uwe Anspach / dpa
  • Dropkick Murphys

    Wo: Lonsdale Stage

    Wann: 21.30 Uhr 

    Foto: Daniel Karmann / dpa
  • Feine Sahne Fischfilet

    Wo: Lonsdale Stage

    Wann: 17.45 Uhr 

    Foto: Thomas Frey / dpa
  • Flogging Molly

    Wo: EMP Stage

    Wann: 18.40 Uhr 

    Foto: Michael Mullenix / dpa
  • Eskimo Callboy

    Wo: Lonsdale Stage

    Wann: 14.45 Uhr 

    Foto: Band
  • Neaera

    Wo: EMP Stage

    Wann: 15.30 Uhr 

    Foto: Live
  • Trivium

    Wo: Lonsdale Stage

    Wann: 16.15 Uhr 

    Foto: Herbert P. Oczeret / dpa
  • Architects

    Wo: EMP Stage

    Wann: 20.30 Uhr 

    Foto: Herbert P. Oczeret / dpa
  • Adam Angst 

    Wo: EMP Stage 

    Wann: 11.40 Uhr 

    Foto: Markus Hauschild
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