„Fridays for Future“
2500 Menschen beteiligen sich an Klimastreik

Münster -

Seit einem halben Jahr gehen in Münster jeden Freitag Menschen auf die Straße. Sie fordern eine konsequentere Klimapolitik. Auch in dieser Woche waren wieder Tausende mit dabei.

Freitag, 28.06.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 12:26 Uhr
2500 Schüler, Studierende und Erwachsene haben in Münster am Freitag für das Klima gestreikt und lautstark protestiert.
2500 Schüler, Studierende und Erwachsene haben in Münster am Freitag für das Klima gestreikt und lautstark protestiert. Foto: Matthias Ahlke

Mit bunten Plakaten, lauter Musik und Parolen sind am Freitag wieder Schüler, Studenten und Erwachsene in Münster auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei haben sich 2500 Menschen an der siebten Großdemo der Bewegung „Fridays für Future“ in Münster beteiligt.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft raubt“, skandieren die Demonstranten ab 10 Uhr auf dem Prinzipalmarkt. Im Minutentakt kommen aus allen Richtungen neue Gruppen dazu, ganze Schulklassen und sogar eine Kindergartengruppe kommen dazu. Damit setzten sich die Demonstranten auch in dieser Woche für eine konsequentere Klimapolitik in Münster und in ganz Deutschland ein.

Seit Dezember in Münster

Seit einem halben Jahr gehen in Münster Woche für Woche Menschen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Neben den sieben Großdemos gab es 18 Mahnwachen und drei Sondermahnwachen. „Wir sind froh, dass uns noch immer so viele unterstützen“, sagte Nando Spicker am Freitag während der Demo.

„Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt

1/37
  • Siebte Großdemo der Bewegung „Fridays for Future“ in Münster: 2500 Menschen sind auf die Straße gegangen, um für eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Mit bunten Plakaten und lauten Parolen zogen die Menschen durch die Straßen.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Zuvor hatte es auf dem Prinzipalmarkt eine Kundgebung gegeben. Von dort aus ging es durch die Stadt, um nach Angaben der Veranstalter möglichst viele Menschen zu erreichen.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke
  • „Fridays for Future“: Großdemo auf dem Prinzipalmarkt Foto: Matthias Ahlke

Von Beginn an ist er dabei, angefangen hat alles mit einer kleinen Demo im Dezember mit knapp 15 Teilnehmern. „Erst vor kurzem hatten wir hier in Münster den Rekord mit 6000 Teilnehmern“, erinnert Spicker an die vorherige Großdemo im Mai.

Das Thema ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Carla Reemtsma

Doch was haben die Proteste bislang bewirkt? „Ich habe schon das Gefühl, dass wir etwas erreicht haben, sagt Spicker. Politiker seien gezwungen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Lösungen zu präsentieren.

"Fridays for Future": Großdemo in Münster

Der Meinung ist auch Carla Reemtsma , Studentin und Mitorganisatorin der Bewegung in Münster: „Das Thema ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“ Dennoch sei das nun ein „trauriges Jubiläum“, sagt sie. Denn so wirklich viel sei auf politischer Ebene nicht passiert. Der Rat der Stadt habe zwar den Klimanotstand ausgerufen, gleichzeitig wurde aber nun der vierspurige Ausbau der B 51 nach Telgte angekündigt. „Das passt nicht zusammen“, findet Reemtsma. Deshalb wollen die Aktivisten weiter streiken: „Wir müssen noch viel länger laut bleiben.“

Ende der Streiks nicht in Sicht

Die Ziele der Bewegung hätten sich nicht geändert, sagt Carla Reemtsma. Sie seien bloß konkreter geworden. Geändert habe sich seit dem Beginn aber dennoch etwas: „Wir sind unbequemer und lauter geworden.“ Und genau damit wollen die Menschen weitermachen, wie Nando Spicker sagt: „Wir bleiben dabei: Wir streiken, bis ihr handelt.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6729336?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Vorfreude auf den Demo-Tag
Selmar Ibrahimovic, hat die Demo in Warendorf mitorganisiert.
Nachrichten-Ticker