Stimmen zur Batterieforschungsfabrik
„Jahrelange Vorarbeit zahlt sich jetzt aus“

Münster -

Die Entscheidung über den Standort für die neue Forschungsfabrik Batteriezellen, die im „Hansa-Business-Park“ in Amelsbüren entstehen soll, ist gefallen. Auch in Ulm hatte man sich Hoffnung gemacht, den Zuschlag aber bekam Münster. Der Jubel über diese Entscheidung ist in der Domstadt darum groß.

Montag, 01.07.2019, 08:00 Uhr
Im Hansa-Businesspark in Amelsbüren soll die Forschungsfabrik Batteriezellen entstehen. 
Im Hansa-Businesspark in Amelsbüren soll die Forschungsfabrik Batteriezellen entstehen.  Foto: Krause (ARTVISU)

„Die jahrelange Vorarbeit zahlt sich jetzt aus: Das Engagement der Universität und des Forscherteams um Professor Martin Winter hat dazu geführt, dass Münster zur Hauptstadt der Batterieforschung wird. Davon wird die ganze Region profitieren.“ Dies betont Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen.

Auch der DGB-Münsterland begrüßt die Entscheidung von Bundesministerin Anja Karliczek, Münster zum Standort einer Forschungsfabrik für Batteriezellen zu machen. Dies sei für die gesamte Region eine gute Nachricht, heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes . Der DGB sieht in der nachhaltigen und umweltfreundlichen Batteriefertigung den Schlüssel zum digitalen Strukturwandel und zu einer ökologischen Verkehrswende. Wenn künftig Batterien mit dem Label „Made im Münsterland“ entwickelt werden, könnten in der Region zahlreiche Arbeitsplätze entstehen, sagt der stellvertretende DGB-Regionsgeschäftsführer Volker Nicolai-Koß.

„Das hat Münster verdient“, freut sich FDP-Fraktionsvorsitzender Jörg Berens über die Nachricht aus Berlin. „Münster wird damit zu Herz und Hirn der deutschen Forschung für die E-Mobilität“. Berens sieht mit dem Bau des „Batterie-Campus‘“ und zahlreicher Folgeeinrichtungen ein wichtiges Zukunftspaket für die Stadt geschnürt. Ausdrücklich lobt er die logistische Vorarbeit der Stadt.

„Das ist eine Bestätigung für den Wissenschaftsstandort Münster“, freut sich die Junge Union. „Es macht deutlich, dass Münster nicht nur eine Beamten- und Verwaltungsstadt ist, sondern vielmehr auch der Innovationstreiber in und für Deutschland. Münster macht Zukunft“, betont der Vorsitzende der Jungen Union Münster, Dietrich Aden.

„Die Nachricht, dass die Forschungsfabrik in den Stadtteil Amelsbüren kommt, hat die SPD Amelsbüren mit großer Freude zur Kenntnis genommen“, so der Amelsbürener SPD-Vorsitzende und Mitglied des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung, Friedhelm Schade. „Amelsbüren wird sich durch diese Entscheidung stark verändern. Sie birgt Chancen aber auch Risiken, wenn die strukturellen Maßnahmen nicht rechtzeitig getroffen werden“, so Schade. Wichtig sei, dass die Infrastruktur, wie Schule, Kindergartenplätze, Angebote für Sport und Freizeit, Nahversorgung und vor allem Wohnraum, frühzeitig angepasst werde.  

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