Oberbürgermeister weist Kritik an Standortentscheidung zurück
„Münster ist bereit für die ,Forschungsfertigung Batteriezelle‘“

Münster -

„Münster ist bereit für die ,Forschungsfertigung Batteriezelle‘.“ Mit diesen Worten weist Oberbürgermeister Markus Lewe Kritik aus Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen am Zuschlag des Bundesforschungsministeriums für das Konzept aus Nordrhein-Westfalen zurückgewiesen.

Mittwoch, 03.07.2019, 13:20 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 21:44 Uhr
So soll das Gebäude der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ im Hansa-Business-Park in Amelsbüren aussehen.
So soll das Gebäude der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ im Hansa-Business-Park in Amelsbüren aussehen. Foto: Krause (ARTVISU)

Münster erfülle aufgrund seiner gewachsenen Infrastruktur und Exzellenz in der Forschung beste Voraussetzungen zum Aufbau einer Batterieforschungsfabrik, in die der Bund 500 Millionen Euro und das Land 200 Millionen Euro einbringen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Arbeit von internationaler Bedeutung

„Auf dem Gebiet der Batterieforschung leisten das MEET Batterieforschungszentrum der Universität Münster mit dem Team von Prof. Dr. Martin Winter und das Helmholtz-Institut Münster seit Jahren wegweisende Arbeit von internationaler Bedeutung“, sagt der Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister Markus Lewe

Oberbürgermeister Markus Lewe Foto: Oliver Werner

Ihre Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen bilde die Grundlage für die Exzellenz beim Aufbau und Betrieb der Batterieforschungsfabrik in Münster. „Das MEET hat sich im Laufe der Jahre als erste Adresse in der Batterieforschung in Wissenschaft und Forschung sowie in der Wirtschaft etabliert. Die ,Forschungsfertigung Batteriezelle’ ist eine konsequente Ergänzung unter Beteiligung einer Vielzahl exzellenter Partner“, so Lewe .

Wir legen sofort los und werden alle Kraft auf den Aufbau verwenden.

Oberbürgermeister Markus Lewe

Von Professor Winter wisse der Oberbürgermeister, dass die avisierte Forschung auf Batteriezellfertigung eine Mammutaufgabe und die Pläne zeitlich ambitioniert sind, heißt es weiter. Markus Lewe: „Wir legen sofort los und werden alle Kraft auf den Aufbau verwenden und den Zusammenhalt der Batterie-Community erhalten und stärken.“

Der Antrag für den Standort Münster wurde mit Unterstützung des NRW-Wissenschaftsministeriums und des NRW-Wirtschaftsministeriums unter Federführung des MEET gemeinsam mit der RWTH Aachen und dem Forschungszen­trum Jülich auf den Weg gebracht.

Kompetenzen am Standort Münster

Als herausragende Beispiele für die Kompetenzen am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Münster nannte Lewe das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin und das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik sowie die Helmholtz-Gemeinschaft. Auch mit dem Center for Nanotechnology (CeNTech), dem Center for Soft Nanoscience und dem Nano-Bioanalytik Zentrum (NBZ) sei Münster ein Standort von internationalem Rang. Aus dem Excellenzcluster „Cells in Motion“ resultiert das „Multiscale Imaging Centre“. In all diese Projekte seien bereits viele Millionen Euro Fördergelder des Bundes und des Landes geflossen.

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