Demonstration von Maria 2.0 und kfd in Münster
Frauen fordern Erneuerung der katholischen Kirche

Münster -

Schluss mit der Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche! Das forderten am Samstag in Münster Hunderte Demonstrantinnen in Münster. Vor dem Bischofspalais erhielten sie von einem Bistumsvertreter zwar viel Zuspruch, aber auch eine deutliche Absage.

Sonntag, 07.07.2019, 18:35 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 18:38 Uhr
Demonstration von Maria 2.0 und kfd in Münster: Frauen fordern Erneuerung der katholischen Kirche
Rund 1500 Demonstranten, darunter auch einige Männer, zogen durch die Innenstadt. Foto: Matthias Ahlke

Sie demonstrieren am Samstagmittag Selbstbewusstsein, Einheitlichkeit und Entschlossenheit und fordern mit Nachdruck eine Erneuerung der katholischen Kirche und eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Nach Veranstalterangabe 1500 Frauen sind dem Aufruf der Katholischen Frauengemeinschaft im Bistum Münster und der Initiative Maria 2.0 gefolgt und ziehen nach einer Auftaktkundgebung auf dem Prinzipalmarkt durch die Innenstadt zum Bischofspalais, darunter Abordnungen aus den Bistümern Osnabrück, Mainz, Paderborn, und Hildesheim.

Demonstration „Viva Maria. Erneuert unsere Kirche!“

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  • Mehrere Hundert Menschen – in der Mehrzahl Frauen – haben am Samstagmittag in der münsterischen Innenstadt gegen die Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche demonstriert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Initiative „Maria 2.0“ und die Frauengemeinschaft im Bistum Münster zogen bei ihren Forderungen an einem Strang.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Unter dem Motto „Viva Maria. Erneuert unsere Kirche!“ bewegte sich der Demonstrationszug von der Lambertikirche bis zum Bischofssitz am Domplatz.

    Foto: Matthias Ahlke
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  • Foto: Karin Höller
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Enttäuschende Absage

Die Aussagen, die in Vertretung des Bischofs der stellvertretende Generalvikar Dr. Jochen Reidegeld macht, enttäuschen indes viele: Es gebe zwar einige Forderungen, die umgesetzt werden könnten, so Reidegeld. „Dies gilt jedoch nicht für Frauen in Diakonat und Priesteramt.“

Der Zugang zu allen Ämtern ist aber eine der zentralen Forderungen der Bewegung 2.0. „Der Ausschluss von Frauen aufgrund ihres Geschlechts ist Diskriminierung in reinster Form, die nicht dem Geiste Jesu entspricht“, sagt Adelheid Kellinghaus und erntet Applaus. Und Dr. Beatrix Bottermann vom Leitungsteam des kfd-Diözesanverbands Münster mit 95.000 Mitgliedern ergänzt, dass die kfd als größter Frauenverband Deutschlands mit 450.000 Mitgliedern „seit Jahrzehnten für eine Gleichberechtigung der Frauen in Kirche und Gesellschaft kämpft“.

Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie „zeigen nur die Dringlichkeit der Veränderung in der katholischen Kirche“. Klerikale hierarchische Männerstrukturen müssten endlich aufgebrochen und Frauen der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern ermöglicht werden.

„Wir sind nicht gegen die Kirche, sondern für unseren Glauben“

Eines ist den versammelten Frauen wichtig, zu betonen: „Wir sind nicht gegen die Kirche, sondern für unseren Glauben“, so Reinhilde Riesenbeck vom Leitungsteam des kfd-Diözesanverbandes Münster. „Es darf nicht sein, dass derzeit das Grauen alles überdeckt. Wir wollen wieder die frohe Botschaft nach draußen bringen“, unterstreicht Lisa Kötter von Maria 2.0. Deshalb suchen die Frauen den Dialog mit Bischof Genn, „dessen Position wir in der Bischofskonferenz stärken wollen“, so Riesenbeck, und mit den Pfarrern vor Ort. „Und von diesen bekommen wir sehr oft Unterstützung.“

Viva Maria

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  • Foto: Günter Benning
  • Zahlreiche Frauen versammelten sich zur Viva-Maria-Demonstration auf dem münsterischen Prinzipalmarkt.

    Foto: Günter Benning
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  • Zahlreiche Frauen versammelten sich zur Viva-Maria-Demonstration auf dem münsterischen Prinzipalmarkt.

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  • Zahlreiche Frauen versammelten sich zur Viva-Maria-Demonstration auf dem münsterischen Prinzipalmarkt.

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  • Zahlreiche Frauen versammelten sich zur Viva-Maria-Demonstration auf dem münsterischen Prinzipalmarkt.

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  • Zahlreiche Frauen versammelten sich zur Viva-Maria-Demonstration auf dem münsterischen Prinzipalmarkt.

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  • Der Marsch führte den Drubbel hinunter zur Überwasserkirche.

    Foto: Günter Benning
  • Der Marsch führte den Drubbel hinunter zur Überwasserkirche.

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  • Der Marsch führte den Drubbel hinunter zur Überwasserkirche.

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  • Der Marsch führte den Drubbel hinunter zur Überwasserkirche.

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  • In Vertretung von Bischof Felix Genn begrüßte Dr. Jochen Reidegeld die Demonstrantinnen vor dem Bischofspalais.

    Foto: Günter Benning
  • In Vertretung von Bischof Felix Genn begrüßte Dr. Jochen Reidegeld die Demonstrantinnen vor dem Bischofspalais.

    Foto: Günter Benning
  • In Vertretung von Bischof Felix Genn begrüßte Dr. Jochen Reidegeld die Demonstrantinnen vor dem Bischofspalais.

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  • In Vertretung von Bischof Felix Genn begrüßte Dr. Jochen Reidegeld die Demonstrantinnen vor dem Bischofspalais.

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  • In Vertretung von Bischof Felix Genn begrüßte Dr. Jochen Reidegeld die Demonstrantinnen vor dem Bischofspalais.

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  • Ein Gebärdenlautsprecher übersetzte die Reden für Hörbehinderte.

    Foto: Günter Benning
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  • Ein Gebärdenlautsprecher übersetzte die Reden für Hörbehinderte.

    Foto: Günter Benning
  • Ein Gebärdenlautsprecher übersetzte die Reden für Hörbehinderte.

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  • Ein Gebärdenlautsprecher übersetzte die Reden für Hörbehinderte.

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  • Ein Gebärdenlautsprecher übersetzte die Reden für Hörbehinderte.

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  • Dr. Jochen Reidegeld vertrat den Bischof.

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Auch Frauen müsse das priesterliche Weiheamt offenstehen, sagt Propst Jürgen Quante aus Recklinghausen auf der Bühne. Dies hier sei eine „klassisch prophetische Veranstaltung“ mit Frauen, die wachrütteln und perspektivisch denken, so Diözesanpräses Gerhard Theben am Rande. Er verstehe, dass die Frauen eine schnellere Gangart fordern. „Aber ich sehe einen Riesenzeitbedarf der Kirche beim Priesteramt für Frauen.“

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