Aufteilung der Gesamtnutzfläche
Mehrheit für Musik-Campus

Münster -

In der Politik scheint sich eine Mehrheit für einen Musikcampus abzuzeichnen, auch wenn die Standortfrage noch nicht geklärt ist. Das vorliegende Nutzungskonzept zeigt, wie Räumen und Säle aufgeteilt werden sollen.

Samstag, 06.07.2019, 10:00 Uhr
Favorit für den Bau eines Musik-Campus ist das ehemalige Institut für Pharmazie an der Hittorfstraße. Doch auch über Hörster Parkplatz und den Schlossplatz wird diskutiert.
Favorit für den Bau eines Musik-Campus ist das ehemalige Institut für Pharmazie an der Hittorfstraße. Doch auch über den Hörster Parkplatz und den Schlossplatz wird diskutiert. Foto: Oliver Werner

Die Absicht von Universitätsrektor Prof. Dr. Johannes Wessels und Oberbürgermeister Markus Lewe , einen Musik-Campus in Münster zu errichten, scheint politisch mehrheitsfähig zu sein.

Für CDU-Fraktionschef Stefan Weber ist die Zeit reif für das gemeinsame Projekt für Musikhochschule, städtischer Musikschule und Sinfonieorchester. Bei der CDU sei positiv aufgenommen worden, dass sich auch der grüne Rathaus-Bündnispartner öffentlich für dieses Konzept ausgesprochen habe.

Weber wirbt für eine breite Mehrheit für das Projekt im Rat. Auch Lewe glaubt, dass es für die Realisierung eine große Mehrheit geben werde. „Es gibt unterschiedliche Auffassungen zu den Standorten. Da helfen uns nun die festgelegen Rahmenbedingungen“, sagt er.

 Leuchtturmprojekt fördern

Münsters OB weiß, dass die Landesregierung ein „erhebliches Interesse“ daran hat, ein solches Leuchtturmprojekt zu fördern. Das vorgestellte Nutzungskonzept sei eine wichtige Säule auf dem Weg der Realisierung. Die „Metrum Managementberatung“ aus München nennt in ihrem Gutachten eine erforderliche Gesamtnutzfläche (Räume und Säle) von 17 500 Quadratmetern, die sich im Wesentlichen in drei Hauptgebäude aufteilen sollen. Ein für die städtische Musikschule, ein für die Musikhochschule der Universität und ein von den drei Musikinstitutionen gemeinsam genutztes Haus.

Dieses 7000 Quadratmeter große Gebäude soll als Herzstück des Musik-Campus einen 1400 Quadratmeter großen Konzert- und Konferenzsaal beherbergen, der eine ausgezeichnete Akustik für unverstärkte Musik versprechen soll. 1200 Gäste sollen in dem Saal sitzen können, der erweiterbar auf 1500 Plätze sein soll. Der Universität fehlt bislang die Möglichkeit, Tagungen mit so vielen Teilnehmern in eigenen Räumen durchzuführen, was von strategischer Bedeutung wäre.

Neben dem Konzert- und Konferenzsaal soll im Hauptgebäude Platz für ein Kammermusiksaal (400 Plätze), eine Pop-Bühne, eine Werkstattbühne und ein Chorprobenraum sein. Dazu kommen bis zu 400 Plätze für Lehre und Interaktion in Projekträumen, eine Bibliothek und ein Café.

Viel Platz nötig

Die Musikhochschule benötigt 6800 Quadratmeter für zahlreiche Unterrichts- und Übungsräume, ein Tonstudio, neun Seminarräumen mit 240 Sitzplätzen sowie einen Saal für die historischen Hammerflügel.

Für die Westfälische Schule für Musik sieht das Nutzungskonzept 2800 Quadratmeter vor. Neben Gruppen- und Einzelräumen werden unter anderem eine Bibliothek und ein Tonstudio vorgeschlagen.

Das Sinfonieorchester Münster nutzt in erster Linie den Konzertsaal und Probenräume. 900 Quadratmeter werden benötigt, Stimmzimmer und Notenbibliotheken sind eingeplant. Die Orchesterbühne soll Platz für bis zu 100 Musiker bieten.

Der Musik-Campus soll sämtliche Zielgruppen ansprechen, vom Kind bis zum Senior, und auch die freie Szene Münsters einbinden.

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