Vergebliche Suche nach Wasser
Trockenheit macht Flora und Fauna zu schaffen

Münster-Gremmendorf -

Enten suchen Wasser und Nahrung – und werden einfach nicht fündig. Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen machen der Natur auch in Münster zu schaffen.

Mittwoch, 10.07.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 12:28 Uhr
Das Hochwasserrückhaltebecken am Normannenweg liegt komplett trocken.
Das Hochwasserrückhaltebecken am Normannenweg liegt komplett trocken. Foto: Oliver Werner

Wenn es wochenlang nur sehr wenig regnet, macht das der Natur schwer zu schaffen. Nach dem Rekord-Sommer 2018 gibt es für Flora und Fauna aber auch in diesem Jahr bislang keine Erholung. Im Juni gab es Hitze-Rekorde, Regenwolken blieben aus. Der Juli ist zwar weniger heiß, aber genauso regenarm. Das lässt Bäche und Teiche austrocknen.

So auch in Gremmendorf am Normannenweg. Dort gibt es ein Hochwasserrückhaltebecken, an dem laut Anwohnern oft Enten mit ihren Küken unterwegs sind. Jetzt suchten die Tiere allerdings einige Tage vergeblich nach Wasser und Nahrung.

„Leider typisch“

Für Detlev Riep ist das nicht verwunderlich. Der Abteilungsleiter der Umweltbehörde, die zum städtischen Grünflächenamt gehört, sagt: „Bei dem Hochwasserrückhaltebecken handelt es sich um eine technische Anlage, in der laut Planung und Genehmigung kein Wasser stehen soll.“ Das Becken solle sich – wie der Name es sagt – nur im Hochwasserfall füllen. Ansonsten werde es nur von einem Gewässer durchflossen. „Dass sich dort ein niedriger Wasserstand über der gesamten Beckensohle einstellt, ist nicht vorgesehen“, sagt Riep.

Ausgetrocknet: Hochwasserrückhaltebecken am Normannenweg

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  • Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen machen der Natur auch in Münster zu schaffen.

    Foto: Oliver Werner
  • Enten suchen Wasser und Nahrung – und werden einfach nicht fündig.

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  • Das Hochwasserrückhaltebecken am Normannenweg liegt komplett trocken.

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  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Doch dieser Flusslauf, der sonst durch das Hochwasserrückhaltebecken fließt, liegt trocken. Das ist laut Riep aufgrund der aktuellen Wetterlage kein Einzelfall. Beruhigen kann er alle, die sich um die Enten sorgen: „In der Regel suchen sich Enten dann Gewässer in der Nähe, die noch Wasser führen.“

Da die umliegenden Gewässer aber ebenfalls von Regenwasser gespeist werden, sei es möglich, dass diese auch austrocknen. „Selbst der Erdelbach als Hauptgewässer des Einzugsgebietes fällt bei kürzeren Trockenperioden trocken“, sagt Riep. Das sei ein „wiederkehrender natürlicher Vorgang, unter dem Flora und Fauna leidet“, so Riep. Aber das sei „leider auch typisch für das gesamte Gewässersystem Erdelbach“.

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