Münsterische Band veröffentlicht Debütalbum
Shoreline essen Seele auf

Münster -

Nach ausgedehnten Touren als Support für Hot Water Music und Adam Angst erscheint jetzt das erste Album der münsterischen Punkrockband Shoreline. Wir haben mit Sänger Hansol Seung über das Debüt, die anstehende Headlinertour und über die Ziele der Band gesprochen.

Donnerstag, 11.07.2019, 11:11 Uhr aktualisiert: 11.07.2019, 11:20 Uhr
Martin Reckfort, Hansol Seung, Julius Hecht und Tobias Wiethölter nennen sich Shoreline und veröffentlichen jetzt mit „Eat My Soul“ ihr erstes Album.
Martin Reckfort, Hansol Seung, Julius Hecht und Tobias Wiethölter nennen sich Shoreline und veröffentlichen jetzt mit „Eat My Soul“ ihr erstes Album. Foto: Uncle M

Kaputtmacher zu konsultieren, ist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man etwas Neues kreieren will. Doch genau das hat die Punk-Band Shoreline getan. Kaputtmacher nennt sich das Aufnahmestudio von Jochen Stummbillig in Bochum, in dem die vier Münsteraner ihr Debütalbum aufgenommen haben. Dort haben bereits Bands wie die Donots, Anti-Flag , Die Kassierer, Fjørt, Matula und Kmpfsprt Sessions gespielt.

„Es gibt zwei Arten, ein Album im Studio aufzunehmen. Entweder spielt die Band gleichzeitig oder hintereinander. Bei uns war es Letzteres“, sagt Sänger und Gitarrist Hansol Seung , den wir in der Pension Schmidt zu einem Gespräch getroffen haben. Das Erstlingswerk „Eat My Soul“ ist ein Album mit 30 abwechslungsreichen Minuten, das sich zwischen Emo, Indie und Punk austobt und musikalischen Vorbildern wie Menzingers, Flatline Walkers oder auch der münsterischen Band Idle Class folgt.

Headliner-Tour mit 45-Minuten-Set

Das Quartett wird ergänzt von Gitarrist und Sänger Julius Hecht, Bassist Tobias Wiethölter und Drummer Martin Reckfort. Vor vier Jahren haben sie sich sowohl übers Studium als auch das Internet kennengelernt. Im Oktober 2015 haben die Vier angefangen zu proben, bereits Anfang 2016 sind sie das erste Mal live aufgetreten. Mittlerweile haben sie sogar als Support von Hot Water Music und Adam Angst gespielt – jetzt folgt eine ausgedehnte Headliner-Tour durch Belgien, Tschechien und Deutschland.

Reicht denn das Material des Albums für einen Hauptact überhaupt aus? „Eine Band, die ich noch nicht kenne, muss schon richtig gut sein, damit sie mich auch nach einer halben Stunde noch überzeugt. Unsere Shows dauern derzeit nicht länger als 45 Minuten. Neben dem Album spielen wir auch noch Songs unserer EP“, sagt Hansol. Die Übergänge und damit das Ansagen zwischen den Songs musste er erst erlernen, ergänzt er. Zunächst sei er wohl zu leise gewesen, mittlerweile würde er regelrecht schreien.

Nächstes Ziel: Promotion der Platte

Wie auch die anderen Bandmitglieder studiert Hansol an der WWU. Er hat sich auf Humanmedizin kapriziert, ist mittlerweile im zehnten Semester. Und tatsächlich haben sich Studium und Musik erstaunlich gut miteinander vertragen: „Natürlich muss man Kompromisse eingehen, privat bleibt zwar nicht mehr so viel Zeit, aber eigentlich hat das Studium mehr ermöglicht als verhindert.“

Hansol kümmert sich seit Jahren um das komplette Booking und hat auch die Shows der anstehenden Tour gebucht. Auch wenn es in ganz Europa ein gutes Netzwerk an Promotern und Bands gibt, bleibt es ein schwieriges Thema: „Obwohl sich alle unterstützen, wird es immer schwerer Konzerte zu bekommen und die dann mit einer gewissen Nachhaltigkeit zu spielen.“

Haben sich Shoreline ein Ziel gesetzt, das sie unbedingt erreichen wollen? „Das haben wir vor zwei Jahren überschritten. Wir wollten zusammen eine gute Zeit haben, so viel wie möglich live spielen, in Städten wie London oder Zagreb und auch mit den Helden unserer Jugend auftreten.“ Das nächste Ziel ist allerdings, das Promoten der Platte. Ab dem 12. Juli ist „Eat My Soul“ zu kaufen. Das Ende der Tour ist dann ein Heimspiel. Am 12. Oktober stellen Shoreline das Album im Sputnikcafé vor.

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