UKM erweitert Räumlichkeiten
Operation Notaufnahme geglückt

Münster -

Gut, dass es sie gab – doch die Notaufnahme im Universitätsklinikum Münster war lange Jahre nicht gerade das optische Wahrzeichen der Klinik. In den vergangenen drei Jahren wurden die Räumlichkeiten modernisiert und großflächig erweitert.

Freitag, 12.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 19:09 Uhr
Für die Mitarbeiter der Notaufnahme bedeuten die umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten deutlich bessere Arbeitsbedingungen, die auch den Patienten zugute kommen sollen.
Für die Mitarbeiter der Notaufnahme bedeuten die umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten deutlich bessere Arbeitsbedingungen, die auch den Patienten zugute kommen sollen. Foto: Matthias Ahlke

Am Universitätsklinikum Münster (UKM) ist seit Freitag die neue Notaufnahme im Betrieb. Natürlich moderner, vor allem aber deutlich größer kommen die teils sanierten, teils neu gebauten Räumlichkeiten nun daher. Drei Jahre wurde bei laufendem Betrieb gebaut, erheblich länger liegen indes die ersten Planungen zurück.

Neun Jahre müsse es her sein, dass in einem Gespräch erstmals der Gedanke aufkam, dort, wo früher ein Flachdach an die alte Notaufnahme grenzte, einen ganz neuen Gebäudeteil entstehen zu lassen, erinnert sich Professor Dr. Philipp Kümpers , Sektionsleiter in der Notaufnahme. Aus einstmals 250 Quadratmetern ist so eine Station mit 625 Quadratmetern Nutzfläche entstanden. 

Die neue Notaufnahme der Uniklinik

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  • Die neue UKM-Notaufnahme wurde am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Seit Februar 2017 wurde im laufenden Betrieb umgebaut und erweitert.

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  • Aus einstmals 250 Quadratmetern ist so eine Station mit 625 Quadratmetern Nutzfläche entstanden.

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  • 1,8 Millionen Euro hat der Bau gekostet,...

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  • ...die neue technische Ausstattung, die die Station erhalten hat, nicht mitgerechnet.

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  • Prof. Hermann Pavenstädt (l.), Direktor der Medizinischen Klinik, und Prof. Philipp Kümpers (r.), Leiter der UKM Notaufnahme, freuen sich über die neue Station.

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  • Für die Mitarbeiter der Notaufnahme bedeuten die umgebauten und erweiterten Räumlichkeiten deutlich bessere Arbeitsbedingungen, die auch den Patienten zugute kommen sollen.

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  • Innerhalb von zehn Minuten soll jeder Patient in der Notaufnahme von einer Pflegekraft gesehen worden sein.

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Und das, stellt Professor Dr. Hermann-Joseph Pavenstädt , Direktor der zuständigen Klinik, klar, sei nicht nur für das Personal ein Quantensprung, vor allem die Patienten würden von der neuen Notaufnahme profitieren. Denn die räumliche Struktur sei eben auch besonders wichtig für die Versorgungsstruktur. Hinzu komme: „Die Notaufnahme ist die Visitenkarte einer Klinik.“ Immerhin geschehe der Erstkontakt vieler Menschen mit dem UKM genau dort.

„So konnte es nicht weitergehen“

1,8 Millionen Euro hat der Bau gekostet, die neue technische Ausstattung, die die Station erhalten hat, nicht mitgerechnet. Zwischen 15 000 und 20 000 Patienten werden mittlerweile in der Notaufnahme jährlich behandelt. Viele kommen mit ernsten Problemen zum UKM, daher sei es wichtig, dass Patienten innerhalb von zehn Minuten von einer Pflegekraft gesehen würden. „Das schaffen wir mittlerweile in 95 Prozent der Fälle, ein sehr guter Wert“, sagt Pavenstädt. Dabei gehe es wohlgemerkt lediglich um eine erste Priorisierung, wie schwerwiegend die Probleme des Patienten aus medizinischer Sicht seien. „Wenn zehn Patienten gleichzeitig kommen, kann es also trotzdem für einige zu längeren Wartezeiten kommen“, sagt Pavenstädt offen. Vier Stunden hat sich das Team als Ziel der maximalen Wartezeit gesetzt – je nach medizinischer Notwendigkeit eben.

An die Verhältnisse in der alten Notaufnahme erinnert sich Klinikdirektor Pavenstädt mit einem Augenrollen. Der Ablauf sei vielfach gehandicapt gewesen, der Datenschutz aufgrund der Enge „gräuslich“. „Es waren wirklich schlechte Bedingungen, so konnte es nicht weitergehen“, lautet Paven­städts Rückblick.

Erste Belastungsprobe am Wochenende

Doch der ist Geschichte, schon am Wochenende stehe eine erste Belastungsprobe für die neue Notaufnahme an, immerhin finde in Münster der Triathlon statt. Dass man wie in früheren Zeiten, damals aufgrund des Marathons, Gänge einer anderen Stationen frei räumen müsse, sei indes nicht zu befürchten. Die bauliche Operation Notaufnahme, da sind sich am UKM alle einig, ist geglückt.

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