Meistertag NRW in Münster
„Sind sind unsere Zukunft“

Münster -

Viel Lob gab es für junge Firmengründer im Handwerk beim Meistertag NRW in Münster. Am Freitagabend wurde von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Meistergründungsprämien verliehen.

Freitag, 12.07.2019, 20:28 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 20:53 Uhr
n einer Podiumsdiskussion konnten die jungen Handwerksgründer dem NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (links) ihre Wünsche vortragen.
n einer Podiumsdiskussion konnten die jungen Handwerksgründer dem NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (links) ihre Wünsche vortragen. Foto: Jürgen Christ

Hans Hund hat eine große Hoffnung: „Ich wünsche mir, dass mehr junge Meister in die Selbstständigkeit gehen“, sagte der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT) und der Handwerkskammer Münster am Freitagabend beim Meistertag NRW in Münster. Dort wurde die Meistergründungsprämie des Landes Nordrhein-Westfalen an junge Firmengründer aus dem Handwerk verliehen. Förderbetrag: 7500 € . Auch drei Betriebe aus Münster und jeweils einer aus Ahaus. Lengerich und Senden waren unter den prämierten.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart war persönlich in die Westfalenmetropole gekommen, um die Bewilligungsbescheide zu übergeben und die jungen Wagemutigen zu ehren: „Sie sind unsere Zukunft“, rief Pinkwart den Gründern zu. Er betonte, dass der Staat die Neuunternehmer nicht  nur durch die Geldprämie unterstütze, sondern mit einem möglichst optimalen Ausbildungssystem und verkraftbaren Steuern den Weg  zum Erfolg ebnen wolle.

„Diese Veranstaltung ist auch eine Plattform, um auf die Hohe Bedeutung des Meisters für das Handwerk hinzuweisen“, betonte WHKT- Präsident Hund.  Der Vollblut-Handwerker beklagte, dass zurzeit nur noch in 53 Berufen eine Meisterpflicht bestehe und forderte eine Ausweitung dieser Pflicht auf weitere Berufe. Diesem Wunsch schloss sich Tim Welberg während einer Podiumsdiskussion an. Welberg hat sich vor kurzem als Fliesen- und Mosaiklegermeister in Ahaus selbstständig gemacht. In seinem Gewerk gebe es keine Meisterpflicht mehr beklagte Welberg. „Das muss sich ändern.“

Pinkwart hob vor allem eine wichtige Voraussetzung hervor, die erfüllt sein müsse, um die Meistergründungsprämie des Landes zu bekommen: „Nur derjenige bekommt das Geld, der sich der Beratungskompetenzen einer Handwerkskammer bedient hat.“ Deutschland brauche auch in Zukunft hoch qualifizierte Handwerker – auch für die Bewältigung der Energiewende, sagte der Wirtschaftsminister.

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