Bürger-Informationsveranstaltung
Kanalbrücke: Der Neubau ist ein „Schmalhans“

Münster -

Ab Herbst startet der Neubau der Kanalbrücke Wolbecker Straße. Viele Bürger hätten sich auch aus Gründen der Verkehrssicherheit eine breitere Überführung gewünscht.

Mittwoch, 17.07.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 06:54 Uhr
Bei einer ersten Infoveranstaltung stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine am Mittwoch in Münster die Pläne für die neue Kanalbrücke der Wolbecker Straße vor. Bis 2021 soll alles fertig sein (v.l.): Heinz-Jakob Thyßen sowie die Bauleiter Franziska Finke und Daniel Feismann.
Bei einer ersten Infoveranstaltung stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rheine am Mittwoch in Münster die Pläne für die neue Kanalbrücke der Wolbecker Straße vor. Bis 2021 soll alles fertig sein (v.l.): Heinz-Jakob Thyßen sowie die Bauleiter Franziska Finke und Daniel Feismann. Foto: hpe

Für den Neubau der Wolbecker-Straßen-Brücke müssen im Herbst alle alten Bäume entlang der Auffahrrampen gefällt werden. Die vermutlich im Herbst 2021 fertiggestellte Überführung über den Dortmund-Ems-Kanal wird trotz einer erheblichen Verkehrszunahme in den vergangenen Jahren keinen Zentimeter breiter als das alte Bauwerk von 1957.

Flüsterasphalt soll es auf der stählernen Stabbogenbrücke nicht geben – und während der zweijährigen Arbeiten wird es besonders beim Abbruch der meterdicken Beton-Widerlager an den Ufern ziemlich laut. Dazu kommt eine Sperrung der Uferpromenaden im Bereich der Großbaustelle für zwei Jahre. Zum Finale des rund 14,3 Millionen Euro teuren Projekts ist dann die Wolbecker Straße in den Sommerferien 2021 sechs Wochen komplett dicht.

Brücke ist ausreichend verkehrssicher

Bei der ersten Informationsveranstaltung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rheine (WSA) am Mittwochnachmittag im Lehrsaalgebäude des Feuerwehr-Instituts gab es Kritik an den „viel zu schmalen und deshalb unfallträchtigen Spuren für Radfahrer und Fußgänger“. Daran sei aber nun laut Schifffahrtsverwaltung nichts mehr zu ändern. WSA-Sprecher Heinz-Jakob Thyßen : „Wir setzen nur um, was der Rat der Stadt beschlossen hat. Die Breite ist ausreichend verkehrssicher.“

Eine breitere Brücke vielleicht sogar mit Busspur wäre nur möglich gewesen, wenn die Stadt sich an den Baukosten beteiligt hätte. Risse an Wohnhäusern in der näheren Umgebung durch Erschütterungen werden während der Abbruch- und Erdarbeiten nicht befürchtet, ein Baubüro mit Projektleiter Daniel Feismann wird vor Ort eingerichtet. Thyßen: „Die Bürger sind dort immer willkommen.“

Umleitung ab 2021

Ab Herbst wird die Baustelle eingerichtet. Nach den Rodungen wird die nördliche Behelfsumfahrung erstellt, zeitgleich die neue Brücke in neun Elementen angeliefert und vor Ort zusammengeschweißt. Mitte des kommenden Jahres soll sie dann eingeschwommen werden. Der Verkehr auf der Wolbecker Straße wird umgelegt, danach die alte Brücke in einem Stück rausgenommen und im Stadthafen zerlegt. Neue Widerlager entstehen, ehe im letzten Schritt die neue Brücke an die Stelle des alten Bauwerks eingeschoben wird.

Wenn es dann im Sommer 2021 zur großen Sperre für Autos, Räder und Fußgänger mit weiträumiger Umleitung kommt, soll die benachbarte Brücke der Wolbecker Straße über die Umgehung B 51 bereits fertig sein.

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