Schirmherrschaft im Allwetterzoo
Benni Over und sein Einsatz für die Orang-Utans

Münster -

Benni Over ist 28 Jahre alt – und an einem Muskelschwund erkrankt. Das hält ihn aber nicht davon ab, sich für Orang-Utans und den Regenwald einzusetzen. Der Allwetterzoo hat ihn dafür jetzt zum Schirmherrn ernannt.

Freitag, 19.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 21:17 Uhr
Benni Over (M.) ist neuer Ehren-Schirmherr für die Orang-Utans. Bei seiner Aufgabe unterstützen ihn (v.l.) Prof. Dr. Kai Müller und Dr. Dennise Stefan Bauer (beide vom Botanischen Garten), seine Eltern Klaus und Connie Over sowie Zoo-Kuratorin Dr. Simone Schehka.
Benni Over (M.) ist neuer Ehren-Schirmherr für die Orang-Utans. Bei seiner Aufgabe unterstützen ihn (v.l.) Prof. Dr. Kai Müller und Dr. Dennise Stefan Bauer (beide vom Botanischen Garten), seine Eltern Klaus und Connie Over sowie Zoo-Kuratorin Dr. Simone Schehka. Foto: Anna Spliethoff

Die Orang-Utans im Allwetter Zoo haben jetzt einen Schirmherren. Der 28-jährige Benni Over, selbst ernannter Orang-Utan-Botschafter, nahm am Freitagmittag die Urkunde von Zoo- Kuratorin Dr. Simone Schehka entgegen. Over setzt sich seit fünf Jahren für den Schutz der Orang-Utans und die Wiederaufforstung ihres Lebensraumes in Indonesien ein.

Obwohl der 28-Jährige unheilbar an Muskeldystrophie Duchemme – einem Muskelschwund – erkrankt ist und mittlerweile nur noch Finger, Augen und Zehen bewegen kann, hält ihn das nicht davon ab, Kinder und Jugendliche zu der akuten Bedrohung der Menschenaffen durch die Rodung des Regenwaldes zu informieren.

Ein Herzensanliegen

„Seit einem Besuch des Orang-Utan-Geheges im Berliner Zoo vor fünf Jahren, hat er sich deren Rettung in den Kopf gesetzt“, sagt Bennis Vater Klaus Over, der zusammen mit seiner Frau Connie Bennis Arbeit unterstützt. Sie haben das Kinderbuch „Henry rettet den Regenwald“ geschrieben, aus dem sogar ein Trickfilm gemacht wurde.

„Wir waren sofort beeindruckt von Bennis Einsatz und beteiligen uns gerne an dem Wiederaufforstungsprogramm“, sagt Schehka. „Für mich war es auch persönlich ein Herzensanliegen, da ich mich auch als Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für den Schutz der Affen einsetze“, so Schehka weiter.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Botschafter für Umweltschutz

Ebenfalls einbringen wollen sich Prof. Dr. Kai Müller und Dr. Dennise Stefan Bauer als Direktor- und technischer Leiter des Botanischen Gartens in Münster. „Die Pflanzen bilden die natürliche Lebensgrundlage für bedrohte Arten wie den Orang-Utan. Daher sollten wir als Botaniker auch vertreten sein, wenn es um Naturschutz geht“, sagt Bauer. Sein Kollege ergänzt: „Das Problem ist global.“ Jeder müsse sich fragen, was er zum Arten- und Klimaschutz beitragen könne.

Alle waren sich einig: Der Orang-Utan ist ein guter Botschafter für Umwelt- und Artenschutz. Benni will mit dieser Botschaft besonders Kinder erreichen. Sie würden sich mit dem drohenden Aussterben der Affen nicht abfinden und könnten ihre Eltern überzeugen, sich einzusetzen. Denn Benni wünscht sich, „dass alle etwas ändern und jeder etwas macht“.

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