„Treibgut“-Festival am Stadthafen
Songwriter-Sound von der Boot-Bühne

Münster -

„Treibgut“-Musik im Doppelpack: Das Gastspiel der Festival-Reihe im Stadthafen hat die Zuhörer an der Uferpromenade an gleich zwei Abenden mit feinsten Singer-Songwriter-Klängen von insgesamt acht Acts begeistert.

Montag, 22.07.2019, 14:10 Uhr
Entspannte Atmosphäre am Stadthafen: Das Boot vor dem Hot Jazz Club wurde von den „Treibgut“-Machern zur Bühne umfunktioniert.
Entspannte Atmosphäre am Stadthafen: Das Boot vor dem Hot Jazz Club wurde von den „Treibgut“-Machern zur Bühne umfunktioniert. Foto: Andreas Hasenkamp

Und die Begeisterung hielt bis zum Schluss, den Lucie Licht aus Köln mit ihrer virtuosen Band bestritt. Wandelbar ist ihre Stimme, kräftig, pflegt gern eine Verzierung ein. Da passt es, wenn sie ein „Liebeslied“ anstimmt – auf die Musik. Romantisch-erotisch kann sie auch, in „Zucker“ geht es um eine zweibeinige „süße Versuchung“.

„Anti“ kann sie ebenso, wenn sie dem Macho erklärt, dass sein Typ mit Benz, Rolex und Muskeln nicht ihr „Mr. Right“ sein kann. Die Gäste am Kai, die findet sie dagegen „bezaubernd“. Fröhlich ist Lucie Licht, energisch, selbstbewusst und alsbald dem Publikum sehr zugetan: „Was seid ihr denn für ein toller Chor?“

Aufmerksames Zuhören verlangt

Schon bei den ebenfalls gefeierten Ingenious Rascals aus Münster hatte das Publikum die Lust am Mitmachen beim Refrain bewiesen. Man wiegte sich, Köpfe oder Körper, im Stehen oder im Schneidersitz, manche verlor sich wie in Trance bei Lichts optimistischem Lied, das fordert: „Leb‘ Deinen Traum“. In die Dämmerung hinein wird ein bläulich blinkender „Leuchtturm“ herangepaddelt. Den Weg weisen muss er nicht, längst war es voll und das blieb es.

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Foto: Hasenkamp

Gut aufgenommen hatte man am Kai vor dem Hot Jazz Club die Ingenious Rascals und, als ersten „Newcomer Act“ des Abends, „Kaum jemand“ alias Michael Holz am Klavier mit Sängerin Nora Lotz und Texten, die aufmerksames Zuhören verlangen, vom Wahrnehmen handeln oder von einem „Uhu im Birkenhain“.

Dank an die Macher

Die Rascals legten auf dem Boot MS Anaconda soviel Energie in ihre Musik, dass die Anaconda sich auf hohe See versetzt gefühlt haben mag. „Ich glaube, ich bin ein bisschen seekrank“, meinte der Sänger auf der kleinen Bühne. Das ereilte auch Lucie Licht, aber auch sie versäumte nicht, den Machern des Festivals zu danken.

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Foto: Hasenkamp

Zum „Treibgut“-Line-up gehörte am Freitag außerdem die Jan-Felix-Band, am Samstag Sophy West, münsterische Singer-Songwriterin mit Groovepop, Soul und Funk. Außerdem gab es Pop-Sound von Jo Zeeland, Tiefgründiges von Fina aus Münster und James McKenzie mit Alt-Folk .

Das nächste „Treibgut“ gibt es am 10. und am 31. August jeweils im Pavillon des Schlossgartens.

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