Freibäder
In Münster Sicherheitsdienst unnötig

Münster -

In einem Drittel der Freibäder im Land sorgen nach einer Umfrage externe Sicherheitsdienste für Ordnung. Die Bäder in Münster kommen bisher noch ohne diese Maßnahme aus.

Dienstag, 23.07.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 17:12 Uhr
Das Freibad Stapelskotten
Das Freibad Stapelskotten Foto: Stadt Münster

In dieser Woche steht die nächste Hitzewelle des Sommers bevor – und die Freibäder erwarten einen Massenansturm. In etlichen Großstädten Nordrhein-Westfalens sorgen inzwischen Sicherheitsdienste mit für Ordnung in den Freibädern. In Münster erwägt die Verwaltung dies bisher nicht.

Es gebe durchaus „Regelungsbedarf“, erklärt Winfried Reher , Leiter der Bäderabteilung im Sportamt. Die bisher vorgekommenen Verstöße und Respektlosigkeiten in den münsterischen Bädern rechtfertigten aber bisher nicht das Engagement externer Sicherheitskräfte. „Mangelnder Respekt vor dem Aufsichtspersonal ist bisweilen schon ein Problem“, so Reher. So weigerten sich kürzlich drei Badegäste in der Coburg, ihren laut dröhnenden Musiklautsprecher abzuschalten. Gegen sie verhängte die Stadt ein befristetes Hausverbot. „Eine bisher einmalige Maßnahme“, so Reher.

Bisheriger Saisonrekord

Das Aufsichtspersonal könne sich an Tagen mit hohem Besucherandrang aber nur am Rande um die Vorkommnisse auf den Liegewiesen kümmern. „Die Aufsicht der Becken steht absolut im Vordergrund“, betont Reher. Wenn es ab heute wieder richtig heiß wird, steht Personal auf Abruf bereit, um die Teams in den Freibädern zu verstärken.

Den letzten Riesenandrang verzeichneten die Freibäder am ersten Juliwochenende. Das Freibad Hiltrup registrierte allein an einem Tag einen Rekordbesuch von 6029 Badegästen – bisheriger Saisonrekord.

An solchen Tagen gehe es turbulent zu – aber nicht so, dass Diebstähle und Aggressivität überhand genommen hätten, so Reher. Nach einer Umfrage setzt etwa ein Drittel der Freibäder im Land Sicherheitskräfte ein, im Münsterland greift etwa Ahlen zu diesem Mittel.

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