Aktion "Münster gießt"
Anwohner sind gefragt beim Gießen trockener Bäume

Münster -

Bäume brauchen die Hilfe von Anwohnern. Deshalb ruft Umweltdezernent Matthias Peck jetzt die Münsteraner dazu auf, einen Baum in der eigenen Straße regelmäßig mit ausreichend Wasser zu versorgen. Die Aktion startet am Mittwoch.

Dienstag, 30.07.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 09:12 Uhr
Münsters Bäume brauchen Hilfe (v.l.): Umweltdezernent Matthias Peck sowie Dirk Pauluweit und Alfons Bertling vom Grünflächenamt zeigen, was getan werden muss.
Münsters Bäume brauchen Hilfe (v.l.): Umweltdezernent Matthias Peck sowie Dirk Pauluweit und Alfons Bertling vom Grünflächenamt zeigen, was getan werden muss. Foto: Stadt Münster

Die andauernde Trockenheit macht Münsters Straßenbäumen heftig zu schaffen. Nach dem Hitzesommer 2018 und den in diesem Jahr sehr trockenen Monaten Juni und Juli sind die Bäume stark gestresst. Mit rund 350 Wassersäcken, die an den Bäumen befestigt werden und das Wasser langsam an die Wurzeln leiten, versorgen die städtischen Gärtner Bäume, die es besonders nötig haben. Vor allem für die jüngeren Bäume ist das eine wichtige Überlebenshilfe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Anwohner sind gefragt

Damit können aber nicht alle Bäume im Stadtgebiet bewässert werden, sie brauchen in der aktuellen Situation auch die Hilfe der Anwohner. Deshalb ruft Umweltdezernent Matthias Peck jetzt die Münsteraner dazu auf, einen Baum in der eigenen Straße regelmäßig mit ausreichend Wasser zu versorgen.

„Gemeinsamer Start für ‚Münster gießt‘ ist am Mittwoch (31. Juli) um 19 Uhr an der Baumscheibe vor der eigenen Haustür“, gibt Peck den Anstoß für die Aktion. „Schon ein bis zwei große Gießkannen pro Baum pro Woche wären optimal – zum Beispiel jeweils mittwochs als nachbarschaftliche Gemeinschaftsaktion für ein gutes Stadtklima.“

Bäume sind wichtige CO2-Speicher

Dabei weiß der Umweltdezernent auch, dass sich bereits viele Bürger – nicht nur in den Sommermonaten – um das öffentliche Grün in ihrem Quartier kümmern. Bäume sind besonders in verdichteten Städten wichtige CO2-Speicher und Schattenspender, die für das Klima von großer Bedeutung sind, heißt es weiter.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Münster deutlich zu spüren.

Umweltdezernent Matthias Peck

„Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Münster deutlich zu spüren“, fasst Umweltdezernent Peck die aktuelle Situation zusammen. Der Regen in diesem Jahr reiche bei Weitem nicht aus. „Um die Wasserreservoire aufzufüllen, damit die Bäume in der Stadt, in allen Straßen, Grünanlagen, auf den Friedhöfen und auch in den städtischen Wäldern versorgt sind, bräuchten wir drei bis vier Monate kontinuierlich Regen.“

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