Keine Vertragsverlängerung
Zoodirektor Wilms geht

Münster -

Zoodirektor Thomas Wilms verlässt spätestens Ende 2020 den Allwetterzoo Münster. Er verzichtet auf eine Verlängerung seines dann auslaufenden Vertrages. Die Gründe liegen im persönlichen Bereich.

Freitag, 02.08.2019, 18:11 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 18:43 Uhr
Dr. Thomas Wilms leitet seit Januar 2016 den Allwetterzoo. Auf eine Vertragsverlängerung über Ende 2020 hinaus verzichtet er.
Dr. Thomas Wilms leitet seit Januar 2016 den Allwetterzoo. Auf eine Vertragsverlängerung über Ende 2020 hinaus verzichtet er. Foto: hpe

Zoodirektor Dr. Thomas Wilms wird seinen bis zum 31. Dezember 2020 laufenden Vertrag entgegen früherer Signale nicht verlängern. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Freitagnachmittag der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ludger Hellenthal. Danach hätten persönliche Gründe zu der überraschenden Entscheidung der Eheleute Wilms geführt.

Wilms, promovierter Biologe, ist erst seit Januar 2016 in der Nachfolger von Jörg Adler Geschäftsführer des Zoologischen Gartens in Münster. Den noch gültigen Vertrag möchte der 49-Jährige erfüllen. „Rein formal betrachtet ist Herr Dr. Wilms seiner vertraglichen Verpflichtung nachgekommen, bis spätestens neun Monate vor Ablauf der Vertragszeit mitzuteilen, ob er für eine weitere Vertragsperiode zur Verfügung steht“, bestätigte der städtische Personaldezernent Wolfgang Heuer die anstehende Trennung.

Stadtspitze überrascht

Sowohl die verantwortlichen Aufsichtsgremien im Allwetterzoo als auch die Stadtspitze sind überrascht worden von der Entscheidung. Denn die in den vergangenen Wochen angelaufenen Gespräche über eine Vertragsverlängerung hätten einen positive Verlauf genommen, sagte Heuer.

Kommentar: Der Schritt ist konsequent

60 Millionen Euro sollen in den Allwetterzoo Münster fließen, um ihn als Klima- und Artenschutz-Zoo weiterzuentwickeln. Zoodirektor Dr. Thomas Wilms begeisterte die Ratsfraktionen mit dem Masterplan 2030 plus. Jetzt geht der Chefstratege, bevor es zur Umsetzung neuer Klima-Zonen kommt. Das ist ein Rückschlag für das Millionenprojekt, auch wenn es in einer Teamleistung entstanden ist. 

Zur Wahrheit gehört, dass Wilms  – bei aller fachlichen Kompetenz – nicht richtig in Münster angekommen zu sein scheint. Mehrfach hatte er Kontakt mit anderen Zoos, jetzt zieht er die Konsequenz und verzichtet auf eine Vertragsverlängerung. Das ist schade, aber am Ende wohl auch richtig so. Ralf Repöhler

...

Wilms habe zunächst gegenüber Hellenthal, Heuer und Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier seinen Wunsch bekundet, über den 31. Dezember 2020 hinaus für den Allwetterzoo Münster Verantwortung tragen zu wollen. Dies sollte laut Heuer durch einen positiven Beschluss in der Ratssitzung im Oktober bestätigt werden. Dazu kommt es nun nicht mehr. Vielmehr werden Stadt und Zoo nach der Sommerpause ein geordnetes Verfahren zur Neubesetzung der Stelle einleiten.

Was passiert mit der Zukunftsstrategie?

Hellenthal bedauert die Entscheidung von Wilms, den Allwetterzoo zu verlassen. „Herr Dr. Wilms macht eine gute Arbeit, hat den Zoo weiterentwickelt und den Masterplan 2030 plus auf den Weg gebracht“, bescheinigte er.

Tiere im Allwetterzoo Münster

1/59
  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Mögliche Bedenken, dass der Weggang Konsequenzen auf die Umsetzungen der millionenschweren Zukunftsstrategie für die nächsten zehn Jahre hat, teilt Hellenthal nicht. Der Masterplan, der bei den Ratsfraktionen auf breite Zustimmung traf, sei in einer Teamleistung unter anderem mit den beiden Prokuristen des Zoos und einer externen Beratungsgesellschaft entstanden. Er bleibt die Marschroute und das verbindliche Ziel“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Wilms kam 2016 vom Frankfurter Zoo, wo er zuletzt stellvertretender Leiter war, nach Münster. Dort war er vor zwei Jahren erneut im Gespräch, als der damalige Direktor in den Ruhestand ging. Aktuell angesprochen wurde Wilms als möglicher Nachfolgekandidat für die scheidende Zoodirektorin des renommierten Tiergartens Schönbrunn in Wien. Dazu kommt es allerdings nicht.  

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6823319?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
2:0 gegen Magdeburg: Preußen Münster beendet Sieglosserie
Er kann es noch; Rufat Dadashov (2.v.l.) erzielte wie in Meppen ein Tor, dieses Mal zur 1:0-Führung
Nachrichten-Ticker