12. „Starfire-Tattoo“-Messe in Hiltrup
Tinte, Nadel, Stick und Poke

Münster-Hiltrup -

Das geht unter die Haut: In Hiltrup findet dieses Wochenende das 12. „Starfire-Tattoo“-Wochenende statt. Tätowiert wird aber nicht nur maschinell.

Freitag, 02.08.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 10:05 Uhr
Tätowierer verewigen verschiedenste Kunstwerke auch direkt auf der Haut, zuvor wird mit Hilfe einer Blaupause das Motiv aufgetragen. Stilvorschläge gibt es viele, auch Künstler aus Italien sind da. Jeden Abend bewertet eine Jury die Ergebnisse,
Tätowierer verewigen verschiedenste Kunstwerke auch direkt auf der Haut, zuvor wird mit Hilfe einer Blaupause das Motiv aufgetragen. Stilvorschläge gibt es viele, auch Künstler aus Italien sind da. Jeden Abend bewertet eine Jury die Ergebnisse, Foto: Matthias Ahlke

Schon vor der Halle ist das Summen zu hören: verschiedene hochfrequente Töne brechen ab und beginnen erneut. Sie gehören zum 12. „Starfire-Tattoo“-Wochenende in der Stadthalle Hiltrup genauso dazu, wie Tinte und Tätowier-Nadel – Grund der Geräuschkulisse.

Über 20 Tattoo- und Piercing-Studios stellen hier bis Sonntag ihre Arbeit vor. Auf Papier liegen Zeichnungen aus, tätowiert wird direkt hinter dem Ausstellungstisch. „Die Zeichnungen sind sogenannte Wanna-Dos“, erklärt Dirk-Boris Rödel , Moderator der Veranstaltung, „darauf stellen Tätowierer ihre Stile vor“. Davon gibt es viele: Traditionelle „Seemanns“-Tattoos mit dicken schwarzen Linien und typischer Meer- und Liebesthematik, geometrische Formen und Comic-Figuren.

Teures Unterfangen

Johannes Höft von dem Studio „Animal Farm“ aus Bremen hat sich auf japanische Tattoos spezialisiert, ganzkörperbedeckend. „Bei einem bin ich mit dem Rücken fertig, da war ich drei Jahre dran. Auf Arme und Beine sollen unter anderem ein Koi, Lotusblüten und ein Kranich.“ Ein teures und langwieriges Unterfangen, wie der Tätowierer erklärt: „Insgesamt braucht das um die 400 Tattoo-Stunden.“ Seine Kunden wählen den japanischen Stil aufgrund der Kultur oder Ästhetik, für Höft ist der Stil „handwerklich gesehen am anspruchsvollsten, denn saubere Linien sind hier wichtig“.

Tattoo-Messe 2019 in der Stadthalle Hiltrup

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Das Linienziehen gehört auch für Thomas Helbeck zur hohen Tattoo-Kunst. Er hat sich auf Tribal-Motive spezialisiert, kurz unterbricht er seine Arbeit an einem Mandala auf dem Fuß einer Kundin. „Angefangen hab ich damals mit einem umgebauten Rasier-Apparat“, erklärt der gelernte Grafikdesigner.

Nazi-Symbole sind ein No-Go

Seinen Laptop hat er gegen die Nadel getauscht, seit 30 Jahren verewigt er Motive auf der Haut. „Nazi-Symbole sind für mich ein No-Go, am liebsten tätowiere ich frei und ohne Vorlage“, erzählt Helbeck, der schon mit Tattoo-Ikone Herbert Hoffmann arbeitete. Maschinenfrei gibt es in Hiltrup auch: Danny von „Traditional Pain“ aus Braunschweig arbeitet mit „Stick and Poke“ (zu Deutsch: Stock und Stoß). Dabei wird die Nadel per Hand in die Haut gestochen, ganz ohne Elektronik. Diese Art von Tattoo heilt schneller und das Summen fällt weg – aber das Tattoo bleibt.

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Bis Sonntag läuft die Messe in der Stadthalle Hiltrup, Westfalenstraße 197. Tagesticket: 12 €

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