Westfälischer Reiterverein feiert Friedensreiterfest
Ein Abend des ehrlichen Dankes

Münster -

Nein, mit den Temperaturen hatte die wohlig-warme Atmosphäre beim diesjährigen Friedensreiterfest des Westfälischen Reitvereins am Freitag im Hotel Mövenpick diesmal nichts zu tun. Zumindest nicht nur – es war vielmehr ein Abend voller Herzlichkeit und Danksagungen von allen und für alle Beteiligten.

Sonntag, 04.08.2019, 19:37 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 08:03 Uhr
Vorsitzender Hendrik Snoek (r.) erhielt von Wolfgang Brinkmann das Silberne Pferde.
Vorsitzender Hendrik Snoek (r.) erhielt von Wolfgang Brinkmann das Silberne Pferde. Foto: Jürgen Peperhowe

Danke, ehrlich gemeint und aus dem Herzen kommend, das war es, was am Freitag beim Friedensreiterfest im Mövenpick im Mittelpunkt stand.

Michael Klimke, der zweite Vorsitzende des Westfälischen Reitervereins von 1835, brachte es direkt auf den Punkt. Er begrüßte die rund 300 Gäste nicht nur mit launigen Worten, sondern hatte auch ein ehrliches „Dankeschön“ parat.

Für die Reiterinnen und Reiter, ohne die es kein Turnier der Sieger (TdS) gäbe. Für die Sponsoren und Mäzene, die die Veranstaltung finanziell auf solide Beine stellen. Und natürlich für all die fleißigen Helfer aus Vorstandsriege und dem Gesamtverein, die sich ehrenamtlich Jahr für Jahr auf allen möglichen Posten und Positionen einbringen.

Michael Klimke (o.l.), zweiter Vorsitzender des Westfälischen Reitervereins, eröffnete das Friedensreiterfest und begrüßte die Gäste im Hotel Mövenpick.

Michael Klimke (o.l.), zweiter Vorsitzender des Westfälischen Reitervereins, eröffnete das Friedensreiterfest und begrüßte die Gäste im Hotel Mövenpick. Foto: Jürgen Peperhowe

Das alles konnten die Reiter so nicht auf sich sitzen lassen. Denn auch ihnen stand der Sinn nach Dank. Immerhin sind sie traditionell Gäste beim Turnier, haben keine Kosten für Hotel, Verpflegung, zahlen kein Nenngeld, und auch die Pferde in den Boxen und die fleißigen Pfleger werden vier Tage verpflegt und verwöhnt.

Stellvertretend für alle Aktiven übernahm Springreiter-Weltmeisterin Simone Blum die dankbare Aufgabe, dem Veranstalter ihren Dank auszusprechen. Den Wohlfühlcharakter des TdS bezeichnete sie als „großartig“ und die Großzügigkeit als „einmalig“.

So etwas wie in Münster erleben wir sonst nirgendwo.

Weltmeisterin Simone Blum

Der 30-Jährigen war es ein Bedürfnis, mal das in Worten auszudrücken, was sie und ihre Kollegen jedes Jahr aufs Neue empfinden. „Das Turnier der Sieger ist für uns immer wieder etwas Besonderes. So etwas wie in Münster erleben wir sonst nirgendwo.“

Simone Blum hatte ohnehin Grund genug, sehr zufrieden und glücklich zu sein. Hatte sie doch zuvor aus den Händen von Präsident Hendrik Snoek den Friedensreiterpreis erhalten. Die Trophäe, die in Münster zum 34. Mal vergeben wurde und in Reiterkreisen überaus begehrt ist. Geht es doch nicht nur um tolle Leistungen und Ergebnisse, sondern vor allem um ein vorbildliches Verhalten im Umgang mit dem Sportpartner Pferd, also gelebtes Horsemanship.

Dass Snoek in dieser Hinsicht schon lange für viele ein Vorbild ist, ist nicht neu. Dass dies aber auch mal Ausdruck in einer speziellen Ehrung erfahren solle, war die Ansicht von Wolfgang Brinkmann.

Verleihung des Friedensreiterpreises 2019

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  • Das Anforderungsprofil ist hoch, was man erfüllen muss, um vom Westfälischen Reiterverein mit dem renommierten Friedensreiterpreis ausgezeichnet zu werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Doch alle strengen Kriterien hat Simone Blum erfüllt – die sympathische Weltmeisterin ist die Preisträgerin 2019.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Impressionen von der feierlichen Preisverleihung im Mövenpick-Hotel Münster.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michael Klimke (o.l.), zweiter Vorsitzender des Westfälischen Reitervereins, eröffnete das Friedensreiterfest und begrüßte die Gäste im Hotel Mövenpick.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Friedensreiterpreises 2019 Foto: Jürgen Peperhowe

Der Ehrenvorsitzende des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes überreichte Snoek das „Silberne Pferd“, mit dem er Dank und Anerkennung des Verbandes an einen Freund des Reitsports ausdrücken wollte. Sichtlich gerührt und ziemlich perplex stand der überraschte Ausgezeichnete im Rampenlicht, das er normalerweise nicht sucht.

Nachdem sich Snoek bedankt hatte, „und das alles noch einige Tage verarbeiten muss“, fiel sein Blick in den Saal und damit auch auf die Dame, die ihm nun schon 25 Jahre bei der Vorbereitung des Turniers zur Seite steht.

Grund genug, Dank zu sagen – in Form eines Blumenstraußes und vieler warmer Worte. „Andrea Bochmann ist meine zuverlässige rechte Hand, mal auch die linke.“ Man darf hinzufügen: Zum Glück weiß da die Rechte, was die Linke tut.

Vorstandsmitglied Wolfgang Hölker wagte ein Tänzchen mit Weltmeisterin Simone Blum.

Vorstandsmitglied Wolfgang Hölker wagte ein Tänzchen mit Weltmeisterin Simone Blum. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Vorstandsmitglied Wolfgang Hölker noch einmal einige Gedanken Revue passieren ließ und mit einem nostalgischen Film aus den 70er-Jahren rund um das Pferdeland Westfalen und seiner prominentesten Protagonisten einen gelungenen Abschluss wählte, erhob sich das Auditorium ein letztes Mal von den Plätzen.

Das „Dankeschön“ war es, was alle ausdrückten. Und nicht etwa ein schnödes „schönen Dank auch“.

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