Umfassende Erneuerungsmaßnahmen geplant
Petrikirche ist ein Sanierungsfall

Münster -

Schon seit über zwei Jahren sichern Bauzäune die Petrikirche auf dem Uni-Campus. Arbeiten haben noch nicht stattgefunden, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) Münster hat allerdings in der Zwischenzeit gemeinsam mit dem NRW-Finanzministerium, dem die Kirche gehört, den Umfang der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen ermittelt. Nun liegt das Ergebnis vor, es ist ernüchternd: Das komplette Gebäude ist ein Sanierungsfall, so der BLB auf Anfrage unserer Zeitung.

Dienstag, 06.08.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 09:28 Uhr
Seit mehr als zwei Jahren wird die Petrikirche, die sich zwischen dem Fürstenberghaus und dem Juridicum auf dem Uni-Campus befindet, durch Bauzäune gesichert. Demnächst soll sie saniert werden.
Seit mehr als zwei Jahren wird die Petrikirche, die sich zwischen dem Fürstenberghaus und dem Juridicum auf dem Uni-Campus befindet, durch Bauzäune gesichert. Demnächst soll sie saniert werden. Foto: Matthias Ahlke

Und das gilt sowohl für die Außenfassade wie auch für den Innenraum der Ende des 16. Jahrhunderts errichteten Kirche. An der Außenfassade seien bei der Bestandsaufnahme Abplatzungen von den Sandsteinoberflächen festgestellt worden, zudem hätten sich Teile von den baulichen Verzierungen gelöst. Figürliche Darstellungen und Strebepfeilerabdeckungen seien von biogenem Bewuchs (Algen, Schimmel) befallen. An Ziegel- und Bruchsteinmauerwerken seien Fugen ausgespült worden. „Entsprechend ist eine Sanierung der gesamten Fassade einschließlich Fugen, Bauzier, figürlichen Darstellungen und durchfeuchteten Natursteinbauteilen erforderlich“, betont der BLB.

Die Petrikirche ist ein Sanierungsfall

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Die meisten Fenster seien gut erhalten. Es müssten allerdings gesprungene Gläser ausgetauscht und einzelne Schiebefelder verkittet und neu gestrichen werden.

Die Dächer der Petrikirche – zuletzt 2000/01 überarbeitet – seien in „grundsätzlich gutem Zustand“. Im Bereich der Glockentürme könnten eventuelle Schädigungen des Daches jedoch erst nach Abnahme des Belages bewertet werden.

Auch im Innenbereich gibt es einiges zu tun. Der BLB berichtet von feuchten Stellen, daher sei eine Sanierung der Wand- und Deckenflächen erforderlich. Ausstattungsgegenstände der Kirche – wie Kanzel und Kirchenbänke – sowie die Bodenflächen müssen gereinigt und überarbeitet werden. Auch die Orgel benötige eine Reinigung und Wartung. Erneuert werden müssten zudem Elektro- und Beleuchtungstechnik sowie die Heizungs- und Lüftungstechnik.

Allein die Außensanierung werde 1,5 bis zwei Millionen Euro kosten. Sie soll in den kommenden zweieinhalb Jahren angegangen werden. Direkt danach sei die Innensanierung geplant. Deren Kosten kann der BLB aktuell noch nicht beziffern.

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