Fahrrad-Parken
1000 Rad-Stellplätze mehr

Münster -

492 doppelstöckige Einstellplätze werden aufgestellt: Im Parkhaus an der Bremer Straße entstehen rund 1000 neue Stellplätze für Fahrräder. Diese können aber nicht beliebig von jedem genutzt werden.

Freitag, 09.08.2019, 09:00 Uhr
Keine Kurzparker, sondern Fahrräder: Bald sollen hier neue Einstellplätze, wie die im Hamburger Tunnel, entstehen. Der Bereich ist bereits abgesperrt, bis September sollen sie fertig sein.
Keine Kurzparker, sondern Fahrräder: Bald sollen hier neue Einstellplätze, wie die im Hamburger Tunnel, entstehen. Der Bereich ist bereits abgesperrt, bis September sollen sie fertig sein. Foto: Anna Girke

Noch ist das Erdgeschoss im Parkhaus an der Bremer Straße leer: „Wir beginnen jetzt mit der Aufstellung der 492 doppelstöckigen Einstellplätze für Fahrräder“, sagt Christoph Hilbert von der Westfälischen Bauindustrie GmbH. Im Februar hatte der Rat den Plan beschlossen, jetzt wird er umgesetzt: „Wir liegen gut in der Zeit. Ab Anfang September sollen hier 984 Fahrräder abgestellt werden können“, erklärt Hilbert. Die Einstellplätze werden zunächst zeitlich begrenzt installiert, eine längerfristige Nutzung sei aber möglich, wie Michael Grimm vom Amt für Mobilität und Tiefbau erklärt.

„Wenn die neuen Fahrradparkplätze an der Ostseite des Bahnhofs fertig sind, wird geprüft, ob die Einstellplätze im Parkhaus noch gebraucht werden.“ Er prognostiziert aber: „In Zukunft brauchen wir mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder als für Autos in der Stadt“. Deswegen müssten laut Grimm die durch die Einstellplätze verloren gegangenen Parkbereiche für Autos nicht ersetzt werden.

So viel kostet das Parken

Die Kosten, die sich auf rund 160.000 Euro für die Einstellplätze belaufen, trägt die Stadt. Nutzen können die Plätze aber nicht alle: „Sie sind für Pendler vorgesehen und werden fest, mit Vertrag vergeben“, sagt Hilbert.

„Die Nutzungskosten sind da, wie in der Radstation, 100 Euro pro Jahr, bis Ende diesen Jahres gibt es einen Einführungspreis über 20 Euro“, erklärt er. Zuvor wurde geprüft, ob die Fahrradständer Belüftung oder Fluchtwege des Parkhauses beeinträchtigen. „Da gab es aber keine Probleme“, so Hilbert. Also wird das Erdgeschoss des Parkhauses bald mit Fahrradständern gefüllt.

Fahrrad-Chaos am Bahnhof

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  • Parkchaos an Münsters Hauptbahnhof.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Wegen der Abrissarbeiten müssen...

    Foto: Oliver Werner
  • ...Radfahrer ungewohnte Wege...

    Foto: Oliver Werner
  • ...nehmen, um von der West- auf die Ostseite des Bahnhofs zu kommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Hier können keine Räder mehr geparkt werden.

    Foto: Wolfgang Schemann
  • Von der Bahnhofstraße aus...

    Foto: Oliver Werner
  • ...geht es zwischen den Betonabsperrungen hindurch...

    Foto: Oliver Werner
  • ...in den Hamburger Tunnel.

    Foto: hpe
  • Doch am Ost-Ende des Tunnels herrscht Parkplatznot.

    Foto: Oliver Werner
  • So kann es nicht bleiben, entschied die Stadt,...

    Foto: Oliver Werner
  • ...und fordert die Radfahrer auf, ihre Gefährte woanders abzustellen.

    Foto: kal
  • Ausweichmöglichkeiten gibt es zum Beispiel am Bremer Platz.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Betreiber der Radstation am Bahnhof (Archivbild) fordert jetzt, das alltägliche Fahrradchaos nach Abschluss der Bauarbeiten dauerhaft zu lösen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Sein Konzept sieht unter anderem vor, dass es nur an der Ostseite eine Pkw-Vorfahrt errichtet wird. Ob die Stadt das umsetzt?

    Foto: Wilfried Gerharz
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Nachts sind alle Roller grün
Nachhaltige Idee – (noch) nicht nachhaltig umgesetzt: Die E-Scooter werden noch mit Diesel-Fahrzeugen transportiert. Wilfried Gerharz
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