Projekt „Deutsch-Sommer“
Ferien, die schlau machen

münster -

54 Kinder aus 22 münsterischen Grundschulen und mit 20 Nationalitäten waren bei dem dreiwöchigen Projekt „Deutsch-Sommer“ dabei. Jetzt fand die Abschlussveranstaltung statt.

Sonntag, 11.08.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2019, 21:12 Uhr
Gebastelte Kostüme, gedichtete Liedtexte: Bei der Aufführung von „Ronja Räubertochter“ war Kreativität gefragt,
Gebastelte Kostüme, gedichtete Liedtexte: Bei der Aufführung von „Ronja Räubertochter“ war Kreativität gefragt, Foto: Anna Girke

„Deutsch-Sommer: Spaß und Spiel“ klang es aus 54 Kinderkehlen im Westfalen-Forum am Industrieweg. Bei der Abschlussveranstaltung des vierten Deutsch-Sommers der Stiftung Mitmachkinder sangen die Drittklässler das selbst gedichtete Lied und brachten anschließend, unterstützt von Theater-, Deutsch- und Sport-Pädagogen, Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ auf die Bühne.

„Wir machen diese Aktion losgelöst von der Schule“, erklärt Petra Woldt von der Stiftung. „Zwar wählen Lehrer die geeigneten Drittklässler für unseren Deutsch-Sommer aus, aber die Zeit soll die Kinder nicht nur schulisch, sondern auch persönlich weiterbringen“, sagt sie. „Wir wollen, dass die Kinder Spaß an der deutschen Sprache entwickeln“, ergänzt Marie Zepp. „Sie bekommen mehr Mut und Selbstbewusstsein, wenn sie sich richtig artikulieren können.“

Gerade das ist für Martina Kreimann, Leiterin des Deutsch-Sommers, wichtig: „In der vierten Klasse, mit Blick auf die weiterführende Schule, ist es wichtiger denn je, dass sich die Kinder aktiv einbringen und sprachlich beteiligen können.“

Beteiligt haben sich alle Drittklässler auch an dem Theaterstück. Mit Elan und Energie verkörperten sie in selbst gebastelten Kostümen die anfangs verfeindeten Mattis- und Borkaräuber, versetzten mit Steinen, Wasser und Vogelgesängen die Zuschauer in eine Waldkulisse und begleiteten auf Instrumenten das Geschehen. Schauspiel und Deutsch sind für Theaterfachkraft Julia Totzeck wie eine Verzahnung: „Wenn wir mit den Kindern Verben lernen, stellen wir die auch pantomimisch dar. Es trainiert das schöpferische und kreative Arbeiten.“

54 Kinder aus 22 münsterischen Grundschulen und mit 20 Nationalitäten waren bei dem dreiwöchigen Deutsch-Sommer dabei. Nach einer Kennenlern-Phase in Hiltrup ging es für eine Woche auf die Burg Bilstein ins Sauerland, wo neben den Tücken der deutschen Sprache auch der Wald erforscht wurde.

„Wir wählen Kinder aus sozial schwächeren Familien aus, in denen wir Potenzial sehen“, erklärt Petra Wolt von der Stiftung . Die Ferienfreizeit wird von der Westfalen-AG und der Stiftung Piepenhorst gefördert.

Neben dem Lernen steht auch der Spaß im Vordergrund, ganz nach dem Motto: „Ferien, die schlau machen.“

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