Kultur-Veranstaltung „West-Östlicher Diwan“
Finanzspritze für die Verständigung

Münster -

Vorurteile bekämpfen bei Bratwurst und Falafel: Die Veranstaltung „West-Östlicher Diwan“ bringt die Kulturen nach der Premiere in 2018 auch in diesem Jahr auf dem Domplatz zusammen. Auch die NRW-Heimatministerin hat die politische Relevanz der Veranstaltung erkannt – und brachte eine stattliche Summe mit nach Münster.

Dienstag, 13.08.2019, 13:12 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 10:25 Uhr
NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (2.v.r.) übergab im Rathaus an Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) den Zuwendungsbescheid für den „West-Östlichen Diwan“ im Beisein von Initiator Thomas Nufer (2.v.l.) und Landtagsabgeordnete Simone Wendland.
NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (2.v.r.) übergab im Rathaus an Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) den Zuwendungsbescheid für den „West-Östlichen Diwan“ im Beisein von Initiator Thomas Nufer (2.v.l.) und Landtagsabgeordnete Simone Wendland. Foto: Pjer Biederstädt

Wenn am 31. August und 1. September der Domplatz nach 2018 zum zweiten Mal mit orientalischen Teppichen ausgelegt wird und sich in einen Begegnungsraum für Menschen aus dem westfälischen und arabisch-persischen Kulturraum verwandelt, dann ist das mehr als nur ein interkulturelles Fest. In Zeiten von zunehmender Intoleranz, Misstrauen und gesellschaftlicher Spaltung gewinnt der „West-Östliche Diwan“ an politischer Bedeutung.

Das sieht auch Ina Scharrenbach so. Die NRW-Heimatministerin übergab Oberbürgermeister Markus Lewe am Dienstagmorgen im Rathaus einen Förderbescheid in Höhe von 29 000 Euro, „damit der Diwan auch fliegen kann“, wie die sichtlich gut gelaunte Ministerin scherzhaft anfügte. Die Stadt Münster hatte bereits 25 000 Euro bereitgestellt. Die übrigen 4000 Euro kamen von Spendern.

Projekt mit Modellcharakter

Initiator Thomas Nufer, dessen Idee für das Projekt einst durch den Marktplatz Djemaa el-Fna in Marrakesch inspiriert wurde, bedankte sich für die Förderung der zweiten Auflage der Veranstaltung: „Mit zwei Jahren läuft man ja bekanntlich auf eigenen Beinen.“ Wie im vergangenen Jahr soll unter Projektträgerschaft des Eine-Welt-Forums mit Literaturvorträgen in verschiedenen Sprachen, Musik, Tanz und Kulinarik die Harmonie mit der Andersartigkeit ergründet werden. Oder kurz gesagt: Vorurteile bekämpfen bei Falafel und Bratwurst.

West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz - deutsch-arabisches Kulturspektakel

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Für Lewe ist der „West-Östliche Diwan“ nach eigenem Bekunden ein Symbol für den starken Geist gesellschaftlichen Zusammenhalts in Münster. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz Ende August vergangenen Jahres habe er ein Gefühl des Auseinanderbrechens gespürt, erzählte der Oberbürgermeister am Dienstagmorgen. Der „West-Östliche Diwan“, der kurz darauf in Münster Premiere gefeiert hatte, sei für ihn das Gegenbild dessen und ein Zeichen für ein gesellschaftliches Miteinander.

Einig waren sich die Ministerin und der Oberbürgermeister darin, dass die Projekt-Idee zu gut ist, um sie allein in Münster umzusetzen. „Ich habe sogar Angela Merkel schon von dieser Veranstaltung erzählt“, berichtete Lewe. Es wäre wünschenswert, so Lewe, wenn das Konzept außerhalb der Stadtgrenzen Nachahmer fände. Scharrenbach versprach, die Idee auch in andere Landesteile zu tragen. Das Projekt besitze Modellcharakter für andere Regionen und ließe sich durch Komplementärfördermittel strukturell weiter verankern.

diwan

Programm 2019 Foto: pd

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