Accueil-Dienst im Paulus-Dom
Sie heißen Besucher willkommen

Münster -

Ehrenamtlich für andere da: Die Mitarbeiter des Accueil-Dienstes heißen Menschen willkommen, beantworten Fragen zum Dom, zum Glauben, zum Leben. Jetzt sucht die Truppe Verstärkung.

Mittwoch, 14.08.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 18:47 Uhr
Nicht nur mit diesem Schuld begrüßt Helga-Dietlind Rahn Besucher im St.-Paulus-Dom.
Nicht nur mit diesem Schuld begrüßt Helga-Dietlind Rahn Besucher im St.-Paulus-Dom. Foto: Bischöfliche Pressestelle

Das Schild mit der Aufschrift „Accueil“ (französisch für „Empfang, Willkommen“) steht nicht wie üblich am Paradies, dem Haupteingang des St.-Paulus-Doms, denn dort wird gebaut. Bis Oktober begrüßt das Schild die Besucher daher am Seiteneingang – und mit ihm Helga-Dietlind Rahn und ihre Mitstreiter vom Accueil-Dienst. Ehrenamtlich tun sie, was das Schild verspricht: Sie heißen Menschen willkommen, beantworten Fragen zum Dom, zum Glauben, zum Leben. Jetzt sucht die Truppe Verstärkung.

Das Engagement lohne sich – diese Erfahrung habe Rahn gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums. „Bis heute habe ich meine Entscheidung nicht bereut“, sagt sie, „diese Tätigkeit bereichert mein Leben sehr.“ Und zwar seit ungefähr fünf Jahren. Nach einem Gottesdienst im Dom sei sie eingeladen worden, einfach mal beim Accueil-Dienst zuzuschauen. Rahn tat das – und blieb dabei.

Fit machte sie sich für die neue Aufgabe, indem sie Bücher über den Dom las. Außerdem teilten langgediente Mitarbeiterinnen des ­Accueil-Dienstes ihr Wissen mit ihr – und das ist auch gut so. Denn die Fragen sind so vielfältig wie die Dombesucher, weiß Rahn: „Mal geht es um die Religion, mal um die Kunstgegenstände, mal um das Bauwerk.“

Immer wieder erklärt Rahn die Statue des heiligen Christophorus in der Westvierung, „das absolute Lieblingsobjekt vor allem bei Schulklassen“. Persönlich hat die Domkennerin einen anderen Geheimtipp: „Am liebsten zeige ich die Werke von Bert Gerresheim, vor allem die Kreuzigungsgruppe an der Außenwand des Doms am Horsteberg.“

Noch mehr als diese Themenvielfalt begeistern die Rentnerin die Begegnungen mit den vielen unterschiedlichen Menschen. Freundlichkeit ist Voraussetzung, wenn man beim Accueil-Dienst mitmachen will. Außerdem sei Offenheit hilfreich, meint Rahn: „Wenn man abwartet, passiert nicht viel, außer dass Leute fragen, wo sie Infomaterialien bezahlen können. Geht man aber auf die Menschen zu, hat man schöne Begegnungen.“

Rahn ist es wichtig, dass der Accueil-Dienst komplett auf Freiwilligkeit beruht. Im monatlichen Dienstplan trage sich jeder in der Regel für zwei Stunden ein, man könne aber „absolut frei entscheiden, wie viel man macht und wann“.

Zum Thema

Wer Interesse hat, beim Accueil-Dienst mitzumachen, kann sich unverbindlich an Maria Baune von der Domverwaltung wenden: ' 4 95 67 00, E-Mail: baune@ bistum-muenster.de

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