Prozess am Landgericht
Beschuldigter räumt Messerstiche ein

Münster -

Der 29-Jährige, der im Februar versucht haben soll, seinen 23-jährigen Mitbewohner mit einem Messer zu töten, hat am Dienstag vor dem Landgericht seine Tat zum Teil eingeräumt – einem entscheidenden Vorwurf widersprach er jedoch.

Mittwoch, 14.08.2019, 13:48 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 14:37 Uhr
 
  Foto: dpa

Am zweiten Prozesstag gestand der Beschuldigte zumindest die Messerstiche. Er wies allerdings den Vorwurf zurück, dass er versucht habe, seinen Mitbewohner zu töten.

Laut Anklage betrat der 29-Jährige am 5. Februar die Küche seiner Wohnung an der Grevener Straße mit den Worten „Du musst nun sterben.“ Zu diesem Zeitpunkt hielt sich dort sein Untermieter auf. In der Folge kam es zu einem Kampf zwischen den beiden, bei dem der 29-Jährige dem Opfer fünf Messerstiche im Rückenbereich zufügte. Einer traf die Lunge, der 23-Jährige musste in der Uniklinik notärztlich versorgt werden. Der Mann überlebte.

Paranoide Psychose?

Die Staatsanwaltschaft, die dem 29-Jährigen versuchten Totschlag vorwirft, geht davon aus, dass der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Tat unter einer akuten paranoiden Psychose litt und schuldunfähig ist. Ihm droht daher im Falle einer Verurteilung die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Bereits jetzt ist der 29-Jährige in einer Klinik des LWL in Rheine untergebracht.

Der Prozess wird am 21. August fortgesetzt.

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