„Techno Kollektiv Münster“ feiert Premiere
Techno, der verbindet

Münster -

Gemeinsam für den Techno: Musiker aus Münster haben sich zu einem Kollektiv zusammengeschlossen. Die Premiere steht kurz bevor.

Mittwoch, 14.08.2019, 21:00 Uhr
Tobias Lueke, Teil von „Dcrypted“, gehört neben den Künstlern von „Richtig dick Techno“, „Lebe lieber Dezibel“ und „Triebwerk 5“ zu dem „Techno Kollektiv Münster“, das sich jetzt gegründet hat.
Tobias Lueke, Teil von „Dcrypted“, gehört neben den Künstlern von „Richtig dick Techno“, „Lebe lieber Dezibel“ und „Triebwerk 5“ zu dem „Techno Kollektiv Münster“, das sich jetzt gegründet hat. Foto: Ingo Figueras

Bei Tage ist der Hawerkamp wie leer gefegt: Nur wenige Menschen und vereinzelte Autos sind zu sehen, zwischen den alten, mit Graffiti besprühten Betriebsgebäuden ist es still – noch. Wenn am Samstag das „Techno Kollektiv Münster“ hinter dem DJ-Pult im Fusion steht, ist es mit der Ruhe vorbei.

Der Auftritt ist eine Premiere, denn das Kollektiv hat sich erst kürzlich zusammengeschlossen, wie Mitglied und DJ Tobias Lueke erzählt: „Wir sind Bekannte, die in den Clubs vom Hawerkamp sowieso schon zusammengearbeitet haben. Die Kollektiv-Idee gab es schon länger, und jetzt in der Sommerpause wollten wir sie verwirklichen.“ „Wir“, das sind mit „Richtig dick Techno“, „Lebe lieber Dezibel“, „Triebwerk 5“ und „Dcrypted“, das aus Tobias Lueke und seiner Frau Juliana Yamasaki besteht, vier Veranstalter, die schon länger am Hawerkamp Techno-Musik auflegen.

Dort gibt es viele Clubs und Events auf kleinem Raum, das Kollektiv will die Zusammenarbeit vereinfachen: „Wir sprechen Line-ups und Daten ab, arbeiten mit- und nicht gegeneinander“, erklärt Lueke. Aber sie wollen nicht nur Musik, sondern auch eine Message vermitteln: „Unser Motto ist ‚Gemeinsam, miteinander, für Techno‘“, sagt er – eine Ideologie, die schon seit den Anfängen der Techno-Kultur, wie bei der „Love-Parade“, Liebhaber der elektronischen Musik vereint.

Lueke fasziniert vor allem die Energie: „Auch hinter dem Pult spüre ich die Spannung, die sich im Raum aufbaut, Techno ist für mich so viel mehr als Monotonie und Langeweile.“

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Die vier Veranstalter verbindet auch ein ähnlicher Musik-Stil: Als „dunkel und treibend“ beschreibt Lueke ihn. Von „Minimal“ (minimalistisch und monoton) oder „Tech-House“ (langsameres Tempo) will sich das „Techno Kollektiv Münster“ abgrenzen: „Unsere Musik zählt eher zum Underground, sie ist dunkel und härter“, beschreibt Lueke den Klang, „aber jeder von uns ist individuell, unsere musikalische Härte und Düsternis verschieden.“

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Dass Techno häufig mit Drogen in Verbindung gebracht wird, bedauert der DJ: „Das ist ein Job wie jeder andere, da muss man nüchtern sein, um gute Arbeit zu machen.“ Gute Arbeit und vor allem gute Techno-Sets wollen „Richtig dick Techno“, „Lebe lieber Dezibel“, „Dcrypted“ und „Triebwerk 5“ am Samstag auf die Bühne bringen. Aus Berlin haben sie das Duo „Resistohr“ eingeladen. Die Gäste aus der Hauptstadt erleben den Hawerkamp dann im altbekannten Bild: bunt und voller Menschen, spätestens wenn sich das münsterische Kollektiv hinter dem Pult den Techno-Ball zuspielt. Denn dann wird es energiegeladen und laut.

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„Techno Kollektiv Münster“, Samstag, ab 23 Uhr, Fusion Club, Am Hawerkamp 31

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