Ausstellung über das Johannes-Hospiz
Qualität geht vor Quantität des Lebens

Münster -

„Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“: Das war der Leitspruch der Hospizbegründerin Cicely Saunders. Im Johannes-Hospiz in Münster-Mauritz wird seit 20 Jahren nach diesem Maßstab gearbeitet. Eine neue Ausstellung in der Bezirksregierung am Domplatz stellt diese Arbeit nun anhand der Lebens-Geschichten von Bewohnern und Mitarbeitern vor.

Samstag, 17.08.2019, 09:00 Uhr
In der Bezirksregierung am Domplatz wird die Arbeit des Johannes-Hospizes anhand von Porträts ehemaliger Bewohner und der Mitarbeiter der Einrichtung veranschaulicht.
In der Bezirksregierung am Domplatz wird die Arbeit des Johannes-Hospizes anhand von Porträts ehemaliger Bewohner und der Mitarbeiter der Einrichtung veranschaulicht. Foto: Bezirksregierung Münster

In der Bezirksregierung Münster am Domplatz ist seit Freitag und noch bis zum 26. August die Ausstellung „Leben im Johannes-Hospiz“ mit Porträts der Fotografin Annet van der Voort zu sehen. Sie zeigt Lebensgeschichten ehemaliger Bewohner, von Angehörigen und Mitarbeitern der Einrichtung.

Das Johannes-Hospiz begleitet Schwerstkranke und Sterbende unabhängig von Alter, Herkunft oder Konfession. Es feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Signal für unsere Gesellschaft

„Mit der Konzentration auf Qualität statt Quantität des Lebens setzt die Hospizbewegung ein wichtiges Signal für unsere Gesellschaft“, betonte Regierungspräsidentin Dorothee Feller bei der Eröffnung der Ausstellung.

Mit der Konzentration auf Qualität statt Quantität des Lebens setzt die Hospizbewegung ein wichtiges Signal für unsere Gesellschaft.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller

Das Johannes-Hospiz folge dem Leitspruch der Hospizbegründerin Cicely Saunders „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“. Dies werde auch im Alltag bei immer größerer Themenvielfalt und gleichzeitig steigender Geschwindigkeit zunehmend wichtiger.

Die Hospizbewegung sei von Beginn an durch ehrenamtliche Tätigkeit gekennzeichnet, betonte die Regierungspräsidentin. „Nur dadurch ist die umfassende Betreuung und Begleitung überhaupt möglich. Die Hospizbewegung übernimmt hier Vorbildfunktion. Sie macht die enorme Bedeutung des Ehrenamts für unsere Gesellschaft deutlich“, so Feller weiter.

Tägliche „Mittagsimpulse“

Der Leitsatz „Geborgen in unserer Mitte“ stelle den Menschen in den Vordergrund, er passe aber auch örtlich. Das Johannes-Hospiz verwirkliche seine Philosophie der Unterstützung und Begleitung sterbender Menschen als selbstverständlicher und wesentlicher Auftrag christlicher Haltung und Ethik nicht „irgendwo am Stadtrand“, sondern in Münster-Mauritz.

Während der Ausstellung gibt es täglich um 12.30 Uhr „Mittagsimpulse“ zu verschie denen Themen. Den Auftakt macht am Samstag (17. August) ein Impuls zur Frage „Wie kommt man ins Hospiz?“. Der Zyklus endet am letzten Tag mit dem Thema „Hunde im Hospiz – Begleitung auf vier Pfoten“.

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