Prozess wegen versuchtem Totschlag
Beschuldigter sieht sich als „Gottes Sohn“

Münster -

Ein 29-Jähriger soll versucht haben, seinen Mitbewohner zu töten. Vor dem Landgericht kommt ein Sachverständiger zur Einschätzung, dass der Beschuldigte in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden sollte. Doch das Urteil steht noch aus.

Mittwoch, 21.08.2019, 14:46 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 17:50 Uhr
 
  Foto: dpa

Er sei „ein Sohn Gottes“ und „der Sohn Jesu“: So schätzte sich der 29-Jährige ein, der sich derzeit vor dem Landgericht wegen versuchten Totschlags verantworten muss. Der Mann soll im Februar 2019 versucht haben, in seiner Wohnung an der Grevener Straße den Untermieter zu töten. Das 23-jährige Opfer überlebte mehrere Messerstiche.

Am Mittwoch betonte ein psychiatrischer Sachverständiger vor Gericht, dass bei dem Beschuldigten die Voraussetzungen gegeben seien, diesen in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft litt der 29-Jährige zum Zeitpunkt der Tat unter einer akuten paranoiden Psychose und ist daher schuldunfähig.

Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt. Es wird damit gerechnet, dass es dann sowohl die Plädoyers als auch ein Urteil geben wird.

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