Inklusives Fußballcamp des BW Aasee
Ob mit oder ohne Handicap

Münster -

Sport und Spaß: Rund 28 Kids nehmen am inklusiven Fußballcamps des SV Blau-Weiß Aasee teil. Zu Gast war ein Trainer eines großen Vereins.

Donnerstag, 22.08.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 10:37 Uhr
Im inklusiven Fußballcamp spielt es keine Rolle, ob die Kicker ein Handicap haben. Es geht um den Spaß am Fußball.
Im inklusiven Fußballcamp spielt es keine Rolle, ob die Kicker ein Handicap haben. Es geht um den Spaß am Fußball. Foto: Lisa Kannengießer

„Ich glaube, ich frage den Trainer von Bayer Leverkusen , ob er mir meine Schuhe signiert“, ruft Ivan zu niemand bestimmtem. Mit glücklichen Gesichtern umringen die rund 28 Teilnehmer des inklusiven Fußballcamps des SV Blau-Weiß Aasee Larsen Altenburg. Er ist Young Coach im Behindertenfußball bei Bayer 04 Leverkusen. Zum Camp-Auftakt am Mittwoch übernimmt er das Training, unterstützt und feuert an.

Zuerst heißt es aufwärmen. Erst ohne, dann mit Ball. Beim Fangenspielen machen alle begeistert mit und versuchen, sich gegenseitig das in der Hose steckende Leibchen zu stibitzen, denn damit ist man raus. Nun kommt der Ball hinzu. Es kollidieren einige Bälle, manchmal auch Teilnehmer, doch mit einem Lachen ist jeder Zusammenprall schnell abgetan. Hier gelten: Der Spaß steht im Vordergrund – und es wird Rücksicht genommen.

Erfolgreiches Konzept seit fünf Jahren

Dietmar Sonius, Koordinator und Trainer des inklusiven Sports am Aasee, beo­bachtet das Training stolz. „Fußball verbindet“, sagt er, „Wir haben jeden Freitag ein inklusives Training mit rund 80 behinderten Menschen. Da war es einfach Zeit für eine Aktion im Sommer!“

Das Camp entstand vor fünf Jahren und ist offen für alle – ob mit oder ohne Handicap. Es ist erstaunlich, wie gut die 28-köpfige Gruppe interagiert. „Woran das liegt? Die Spieler kennen sich schon sehr lange, sie sind ein eingespieltes Team. Jeder wird so genommen, wie er ist“, sagt Sonius. Nach einiger Zeit nimmt einfach keiner mehr wahr, dass einer mit sich selbst redet, ein anderer kleinwüchsig ist oder zwei Jungen schwerhörig sind. Denn ein Team ist ein Team.

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