Antikriegstag am 1. September
Münster erinnert an den Kriegsausbruch vor 80 Jahren

Münster -

Am 1. September jährt sich zum 80. Mal der Überfall Deutschlands auf Polen – und damit der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Friedensinitiativen, kirchliche Gruppen, Gewerkschaften und weitere Akteure haben für diesen Tag ein umfangreiches Programm mit Veranstaltungen rund um das Thema Frieden zusammengestellt.

Donnerstag, 22.08.2019, 21:00 Uhr
Hoffen auf viele Teilnehmer bei den Friedensveranstaltungen am 1. September in Münster: Carsten Peters vom DGB und Dr. Brigitte Hornstein von der Organisation „Ärzte gegen den Atomkrieg“.
Hoffen auf viele Teilnehmer bei den Friedensveranstaltungen am 1. September in Münster: Carsten Peters vom DGB und Dr. Brigitte Hornstein von der Organisation „Ärzte gegen den Atomkrieg“. Foto: kal

Am 1. September 1939 überfiel Deutschland sein Nachbarland Polen – und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Anlässlich des 80. Jahrestages haben sich Friedensinitiativen, kirchliche Gruppen, Gewerkschaften und weitere Akteure zusammengetan und ein umfangreiches Programm mit verschiedenen Friedensveranstaltungen zusammengestellt.

„Rund um den Globus finden aktuell Kriege und Bürgerkriege statt, das kann uns nicht kalt lassen“, betont Carsten Peters (DGB). „Wir wollen mit unseren Veranstaltungen die Mitte der Gesellschaft erreichen“, sagt Dr. Brigitte Hornstein von „Ärzte gegen den Atomkrieg“ (IPPNW) – und nicht nur jene, die sich ohnehin schon in der Friedensarbeit engagieren.

Zu Fuß von Osnabrück nach Münster

So ist am 1. September, dem Antikriegstag, eine Sternfahrradtour der Friedensgruppen aus dem Münsterland in Richtung Münster geplant. Daneben werden sich 30 Friedenspilger zu Fuß auf den Weg von Osnabrück nach Münster begeben, unter ihnen 30 Migranten.

Am Zielort dieser beiden Aktionen startet das Programm um 11 Uhr in der Kulturkneipe „Frauenstr. 24“. „Nie wieder Krieg“ lautet das Motto einer Diskussion mit Reiner Braun. Der Autor ist Co-Präsident des „International Peace Bureaus“ und war in den 1980er-Jahren beim „Krefelder Appell“ aktiv. Er spricht zum Thema „80 Jahre Überfall auf Polen – Bald wieder Krieg in Europa?“.

OB Lewe eröffnet das Fest

Von 13 bis 16.45 Uhr findet auf Initiative der Regionalgruppe Münster der „Ärzte gegen den Atomkrieg“ und weiterer friedenspolitischer Gruppen an der Ecke Kanalstraße/Promenade ein Friedens- und Versöhnungsfest statt. Erwartet werden auch Gäste aus Münsters polnischer Partnerstadt Lublin. Eröffnet wird das Fest von Oberbürgermeister Markus Lewe. Um 14 Uhr findet eine ökumenische Friedensandacht statt. Während des Festes wird ein Quadratologo-Bild mit einer Friedenstaube erstellt und später an die Gäste aus Lublin übergeben. Es gibt Infotische, Musik, Speisen und Getränke.

In unmittelbarer Nähe, am Zwinger, folgen dann um 17 Uhr eine Kundgebung und Kranzniederlegung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, mit der die Gewerkschaften an den Beginn des Zweiten Weltkrieges, an die Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Dissidenten und Gewerkschafter, die der nationalsozialistischen Ideologie zum Opfer fielen, sowie der Millionen Soldaten und Zivilisten, die auf den Schlachtfeldern starben, erinnern wollen. Das Grußwort wird Dr. Ömer Lütfü Yavuz, Vorsitzender des Integrationsrates, halten, die Gedenkrede Carsten Peters vom DGB. Zudem wird der Chor „Die Untertanen“ singen.

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