Fachkräftemangel
Altenpflege arbeitet an ihrem Image

Münster -

Gutes Personal ist schwer zu finden: Das Beispiel des Arbeiter-Samariter-Bundes Münsterland zeigt, wie man mit der Situation umgehen kann. Und welche Klippen die Branche zu umschiffen hat.

Freitag, 23.08.2019, 11:00 Uhr
Werben für Ausbildung und Qualifizierung (v.l.): Dirk Winter, Tanja Diesner, Ulrich Herfert, Christian König und Martina Brosch.
Werben für Ausbildung und Qualifizierung (v.l.): Dirk Winter, Tanja Diesner, Ulrich Herfert, Christian König und Martina Brosch. Foto: gh

Fachpersonal für die Altenpflege wird massiv gesucht. „Das Problem trifft uns an vielen Stellen“, bestätigt Dirk Winter , Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Münsterland. Der ASB beschäftigt zurzeit 17 Azubis in der Altenpflege und betreut mit drei Teams (120 Mitarbeiter) in Münster rund 400 Kunden.

Nur mit der Neuaufnahme von Kunden werde es schwieriger, sagt Martina Brosch , Fachbereichsleitung Pflege und Soziale Dienste beim ASB. Auch Wunschzeiten für einen Besuch der Pfleger könnten kaum eingehalten werden. „Das geht nicht mehr.“ Um Engpässen vorzubeugen, seien sie vor zehn Jahren schon massiv in die Ausbildung eingestiegen, so Winter. Er bedauert, dass die Altenpflege aber bis heute schlechtgeredet werde, dabei müsse sich der Beruf nicht verstecken.

Das geht nicht mehr.

Martina Brosch, Fachbereichsleitung Pflege und Soziale Dienste beim ASB

Wer in dem Beruf tätig ist, verdiene als Fachkraft zwischen 2800 und 3200 Euro brutto – plus Zulagen. Die Bezahlung in der Ausbildung liegt nach ASB-Angaben bei rund 1000 Euro.

Tanja Diesner, Abteilungsleiterin beim ASB für den Bereich Pflege, freut sich, dass auch zunehmend mehr Männer in den Beruf einsteigen. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der Pflege sei bei ihnen fast ausgeglichen.

Christian König, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit, wirbt für Qualifizierungen, denn als erstes würden immer ungelernte Kräfte freigesetzt. Ausgebildete Altenpfleger verdienten demnach im Schnitt monatlich rund 700 Euro brutto mehr als Hilfskräfte.

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