Angebot am Bremer Platz
Fahrräder abstellen im Autoparkhaus

Münster -

Für knapp 1000 Drahtesel werden im Erdgeschoss des Parkhauses am Bremer Platz derzeit Fahrradständer aufgebaut. Pendler können sie ab September mieten.

Freitag, 23.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 18:14 Uhr
Im Erdgeschoss des Parkhauses am Bremer Platz werden zurzeit die doppelstöckigen Fahrradständer aufgebaut.
Im Erdgeschoss des Parkhauses am Bremer Platz werden zurzeit die doppelstöckigen Fahrradständer aufgebaut. Foto: Karin Völker

Die knapp 1000 neuen Parkplätze im Erdgeschoss des Parkhauses am Bremer Platz können bald genutzt werden. Die städtische Tochter Westfälische Bauindustrie (WBI), Betreiberin des Parkhauses, lässt dort gerade, wie angekündigt fast 500 doppelstöckige Fahrradständer aufbauen. „Am 10. September wollen wir das Angebot starten“, kündigt Christoph Hilbert von der WBI an: Fahrradparken im Autoparkhaus ist dann erstmals in Münster möglich.

Die Fahrradabstellplätze werden aber nicht für Kurzparker zur Verfügung stehen, sondern an Dauernutzer vermietet. Die WBI hat vor allem Pendler im Blick, die täglich zum Bahnhof radeln. Wer sich für einen Stellplatz interessiert, kann auf der Internetseite ein Formular herunterladen. Sie liegen aber auch im Parkhaus aus.

Bauzaun und Flatterband

Der Fahrradbereich ist durch ein hohes Metallgitter mit Eingang abgetrennt. Die Stellplatzmieter erhalten eine Chipkarte, mit der sie die Tür öffnen können. Momentan und wohl auch künftig ist es aber auch möglich, durch die offenen Seiten in das Parkhaus einzutreten, aktuell sind sie durch einen Bauzaun und Flatterband abgesperrt. „Wir kontrollieren“, sagt Hilbert. Unberechtigt geparkte Räder würden zuerst angeschlossen, später abtransportiert.

Die Miete eines Fahrradparkplatzes kostet ab dem 10. September bis Ende des Jahres 20 Euro, künftig pro Quartal 25 Euro. Kündbar sind die Parkplätze auch immer zum Quartalsende, so Hilbert. Er ist gespannt, wie das Angebot angenommen wird. „Wir sehen vorerst nur am Bahnhof Bedarf.“

Fahrrad-Situation am Hauptbahnhof Münster

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  • Bis Ende Januar 2018 war hinter diesem Zaun an der Bremer Straße Platz für knapp 1.800 Fahrräder. Für die Bauarbeiten an der Ostseite des Hauptbahnhofs musste der Bereich geräumt werden. Bis zur geplanten Fertigstellung der neuen Gebäude in zwei Jahren müssen die Radfahrer auf alternative Stellplätze ausweichen.

    Foto: Christine Bader
  • Im Hamburger Tunnel hat die Stadt Münster Mitte 2017 Doppelstockständer für 400 Fahrräder aufgestellt. Diese können den Bedarf allerdings noch lange nicht decken.

    Foto: Christine Bader
  • Zu Stoßzeiten ist es schwer, einen regulären Stellplatz zu finden. Außer den Doppelstockständern im Hamburger Tunnel gibt es nur die Radstation als überdachte Abstell-Alternative. Aber auch diese ist regelmäßig ausgebucht.

    Foto: Christine Bader
  • Die Fahrradflut vor dem Hamburger Tunnel prägt seit langem das Bild auf der Vorderseite des Hauptbahnhofes.

    Foto: Christine Bader
  • Pläne, Fahrradparkplätze im Parkhaus Bahnhofsstraße einzurichten, hat die Stadt Münster wieder verworfen. Stattdessen muss der Berliner Platz als Stellplatz herhalten.

    Foto: Melina Liethmann
  • Am Berliner Platz reihen sich die Fahrräder an- und aufeinander.

    Foto: Melina Liethmann
  • Die offiziellen Stellplätze reichen längst nicht für alle Leezen: Wer „wildparkt“ läuft Gefahr, abgeschleppt zu werden. Wiederfinden kann man sein Fahrrad bei der Fahrradfundstelle am Industrieweg.

    Foto: Melina Liethmann
  • In der Hektik den Zug zu erwischen, passiert auch mal das ein oder andere Missgeschick.

    Foto: Melina Liethmann
  • Auch Fußgänger bekommen die Fahrradparkplatz-Knappheit zu spüren. Viele Radler weichen auf den Gehweg aus.

    Foto: Melina Liethmann
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