Neuer ASB-Wünschewagen für Westfalen
Schwerkranke leben noch einmal auf

Münster -

Der Arbeiter-Samariter-Bund ASB hat einen nagelneuen Wünschewagen mit Spezialausstattung eingeweiht. Damit können Schwerkranken in ihrer letzten Lebensphase besondere Wünsche erfüllt werden.

Freitag, 30.08.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 16:45 Uhr
André Weber, Vorstandsvorsitzender des ASB Münsterland (4.v.l.), mit ASB-Repräsentanten aus ganz NRW, Bürgermeisterin Karin Reismann (2.v.l.) und Miriam Gerding (Antenne Münster), die die Feier moderierte.
André Weber, Vorstandsvorsitzender des ASB Münsterland (4.v.l.), mit ASB-Repräsentanten aus ganz NRW, Bürgermeisterin Karin Reismann (2.v.l.) und Miriam Gerding (Antenne Münster), die die Feier moderierte. Foto: hö

Die große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung hat es möglich gemacht: Das Team des Arbeiter-Samariter-Bundes ASB, das von Münster aus schwer kranken Menschen in der letzten Lebensphase besondere Wünsche ermöglicht, kann nun einen eigenen Wünschewagen einsetzen und ist nicht mehr auf ein Leihfahrzeug angewiesen, das jedes Mal aus Essen geholt werden muss. Der mit speziellem Innenausbau versehene, rund 150 000 Euro teure Wünschewagen für die Region Westfalen wurde am Freitag gemeinsam mit rund 100 Gästen aus Politik und Verwaltung, aus Kliniken und Hospizen auf dem Gelände des Autohauses Beresa eingeweiht.

Die Menschen blühen dabei häufig noch einmal auf.

André Weber, Vorsitzender des ASB Münsterland

Der Vorsitzende des ASB Münsterland, André Weber , dankte dem Autohaus für die schnell Beschaffung des Mercedes Sprinters, der mit Panoramascheiben, LED-Himmel, Musikanlage und anderen Annehmlichkeiten versehen wurde. „Damit schon die Fahrt ein Erlebnis ist“, so Weber. Häufig werde der Wunsch geäußert, noch einmal das Meer zu sehen, den Lieblingsfußballverein zu erleben oder eine Theateraufführung zu genießen. Weber: „Die Menschen blühen dabei häufig noch einmal auf.“ Auch auf der letzten Strecke des Lebens sei Mobilität so wichtig. Es gehe darum, jenseits des tristen Alltags mit Krankheit und Pflege neue Perspektiven zu ermöglichen, unterstrich Bürgermeisterin Karin Reismann. Deshalb habe Oberbürgermeister Markus Lewe die Schirmherrschaft übernommen.

Spendenaktion ermöglichte Team-Aufbau

Vier Fahrzeuge dieser Art werden an drei Standorten in NRW eingesetzt – „insgesamt 24 sind es bundesweit“, resümierte Bundesarzt Dr. Georg Scholz. Das Projekt-Team Münsterland, dessen Aufbau vor allem dank der Weihnachtsspendenaktion des Verlages Aschendorff ermöglicht wurde, wie Weber betonte, „erhielt innerhalb eines Jahres 139 Anfragen und realisierte 46 Wünschefahrten“.

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