West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz
Modernes Märchen vor dem Dom

Münster -

Orientalische Tänze und westfälische Reigen,Gedichte von Goethe und dem persischen Dichter Hafez, Töttchen und Manakish: Der West-Östliche Diwan auf dem Domplatz war am Wochenende ein interkulturelles Fest für alle Sinne.

Sonntag, 01.09.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 20:14 Uhr
Besuchertrauben bildeten sich um eine orientalische Tanzgruppe, die beim West-Östlichen Diwan auf einer der zahlreichen Teppichinseln auf dem Domplatz zum Mitwippen und Mitklatschen anregte.
Besuchertrauben bildeten sich um eine orientalische Tanzgruppe, die beim West-Östlichen Diwan auf einer der zahlreichen Teppichinseln auf dem Domplatz zum Mitwippen und Mitklatschen anregte. Foto: Oliver Werner

Wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen immer so offen und wohlwollend aufeinander zugingen wie beim West-Östlichen Diwan auf dem Domplatz, „dann gäbe es wahrscheinlich keine Kriege mehr“ – eine Ansicht, die am Wochenende viele Besucher vertreten. Die wandeln in einer Atmosphäre wie in Märchen aus 1001 Nacht zwischen Teppichinseln. Hier eine kurdische Tanzgruppe, direkt daneben altwestfälische Reigen und Lieder, Bach-Choräle und orientalische Klänge, Erzähler, die Goethes Faust und einige Schritte weiter die Gedichte des persischen Nationaldichters Hafez rezitieren. „Der Reiz liegt darin, dass sich die Kulturen auf so unkonventionelle Art treffen“, sagt Reinhild Mackowiak , die am Sonntagnachmittag mit einer Freundin dieses internationale Fest bei strahlendem Sonnenschein genießt.

Am Abend zuvor trieben allerdings Wetterkapriolen mit Sturmböen und Regengüssen Organisator Thomas Nufer die Sorgenfalten ins Gesicht. Besucher brachten sich fluchtartig ins Trockene. Nufer: „Wir hatten zum Glück Folien unter den Teppichen, die schnell umgeschlagen wurden.“

West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz

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Buntes Kontrastprogramm begeistert

Der Besucherandrang am Sonntag entschädigt indes. Als Stimmungsmacher erweist sich die libanesische Band von Fadel Iskandar, die zwischendurch gemeinsam mit der Ochtruper Trachtengruppe des Heimatvereins auftritt, während nur wenige Meter weiter ein Schauspieler vom Hubsteiger aus Passagen aus Goethes Faust vorträgt. Mehr Kontrastprogramm geht kaum.

Poesie verbindet

Dazwischen ist Kabarettist Markus von Hagen mit seinem Bauchladen unterwegs. Daraus können Besucher nach Belieben Gedichte ziehen. Goethe oder Hafez? Das ist hier die Frage. „Gar nicht so einfach, aber viele liegen doch richtig“, stellt er fest. Und „Die mystische Sprache der Dichtkunst verbindet Menschen religionsübergreifend.“ Ähnlich sieht es Fritz Schmücker von Münster Marketing: „Hier geht es nicht nur um Symbolik, hier wird internationaler Austausch gelebt.“

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