Nachhaltigkeit
Münster ist zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

Münster -

Vorreiter in Sachen fairer Handel: Münster darf weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Doch auf dem Titel will sich die Stadt nicht ausruhen – und plant schon die nächste Aktion.

Dienstag, 03.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 17:18 Uhr
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster setzen ebenfalls auf fairen Handel: Sie haben die Schutzkleidung ihrer Beschäftigten unter Berücksichtigung sozialer Kriterien beschafft.
Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster setzen ebenfalls auf fairen Handel: Sie haben die Schutzkleidung ihrer Beschäftigten unter Berücksichtigung sozialer Kriterien beschafft. Foto: Stadt Münster

Münster darf weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. „Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt die Stadt Münster eine Vorreiterrolle ein“, bescheinigt der Verein Transfair in einer Urkunde und gratuliert allen Fairtrade-Engagierten zu diesem Erfolg. Die Auszeichnung gilt für jeweils zwei Jahre. Münster darf den Titel bereits seit 2011 tragen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Kaffee und Tee aus fairem Handel

Die Auszeichnung erhalten Städte und Gemeinden, die sich nach den Kriterien der Fairtrade-Kampagne in besonderem Maß für den fairen Handel einsetzen. In Deutschland tragen inzwischen 625 Kommunen den Titel. Engagement zeigt Münster unter anderem bei der Verwendung von Kaffee und Tee aus fairem Handel in den städtischen Kantinen und bei allen Rats- und Ausschusssitzungen. Auch die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster sind inzwischen dabei und haben die Schutzkleidung ihrer Beschäftigten unter Berücksichtigung sozialer Kriterien beschafft. Zudem engagieren sich viele Geschäfte, Einrichtungen, Vereine, Schulen und Kitas für den fairen Handel, heißt es weiter. 

Auf diesem Titel wollen wir uns nicht ausruhen.

Michael Radau, Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster

„Auf diesem Titel wollen wir uns nicht ausruhen“, sagt Michael Radau, seit 2010 Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster. Um neue Fairtrade-Netzwerke aufzubauen, hat die Steuerungsgruppe die Aktion „Faire Stadtteile“ initiiert. Diese nutzt das Miteinander der Bürger in den Stadtteilen. Start war Anfang 2019 in Hiltrup. Unter dem Motto „Hiltrup handelt fair“ vernetzen sich Schulen und Kitas, um sich als Fairtrade-Schulen bzw. -Kitas auszeichnen zu lassen. Auch Vereine, Einrichtungen und Unternehmen beteiligen sich. Das Projekt soll in Kürze auf andere Stadtteile ausgeweitet.  

Bewerbung um Titel

In diesem Jahr hat die Stadt gemeinsam mit der Steuerungsgruppe eine Bewerbung um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ auf den Weg gebracht. Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs mit mehr als 100 Bewerbungen werden am 18. September in Köln bekannt gegeben.

Informationen zur Fairtrade-Stadt Münster gibt es im Amt für Bürger- und Ratsservice. Ansprechpartnerin ist Susanne Rietkötter, rietkoetter@stadt-muenster.de, 02 51/4 92-33 26. - www.stadt-muenster.de/ratsservice/politik-und-verwaltung (Rubrik „Beirat“/Fairtrade-Stadt“).

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