Massive Kritik vom Linke-Fraktionschef
Sagel fordert Rücktritt des Vorstandes

Münster -

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat, Rüdiger Sagel, verschärft nach den schlechten Wahlergebnissen seiner Partei in Ostdeutschland den Disput innerhalb seiner Partei.

Mittwoch, 04.09.2019, 09:00 Uhr
Rüdiger Sagel,  Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat.
Rüdiger Sagel,  Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat. Foto: Matthias Ahlke

„In Berlin steht der Linken-Vorstand zur Disposition – in Münster aber muss vielmehr der diktatorische Vorstand zurücktreten“, betont Sagel in einer Pressemitteilung. Ein „Weiter so“ könne es nicht mehr geben, kritisiert er insbesondere auch die innerparteiliche Streitkultur.

Die Linke ist erneut abgestürzt und fast auf die Hälfte reduziert worden. Die Ursache dafür liegt neben der fehlenden klaren inhaltlichen Profilierung nicht unwesentlich auch im innerparteilichen Umgang“, betont Sagel mit Blick auf die Landtagswahlen. Ausgrenzung und Mobbing seien – neben unterschiedlichen Politikansätzen für Koalitionen – dabei nicht nur in Berlin und den Bundesländern problematisch.

„Diktatorisches Agieren“ in Münster

Gerade auch in Münster sei ein „diktatorisches Agieren“ eines „radikalen Zirkels“ an der Tagesordnung, heißt es weiter. In Münster werde kooperatives politisches Handeln von Teilen der Ratsfraktion insbesondere vom Vorstand „krass ausgegrenzt zugunsten eines ideologischen Fundamentalismus für Verstaatlichungs- und Sozialisierungsfantasien beim Wohnungsbau und -eigentum“.

Aktuell werde sogar „auf diktatorische Art“ versucht, nicht nur ein Kommunalwahlprogramm durchzupeitschen, sondern auch eine fundamentalistisch- ideologische Ratsliste durchzudrücken, so Sagel.

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