Fest der Museen und Galerien „Schauraum“ eröffnet
Eine Stadt wird zur Kulturmeile

Münster -

Roter Teppich, weiße Sitzmöbel, strahlender Sonnenschein: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hat am Donnerstagnachmittag auf dem Platz des West­fälischen Friedens hinter dem Rathaus den „Schauraum“ eröffnet. Der Höhepunkt des dreitägigen Kunst- und Kulturfestes steigt am Samstag.

Donnerstag, 05.09.2019, 19:10 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 08:52 Uhr
Eine große und Tausende kleine Seifenblasen zum Auftakt: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe eröffnete am Donnerstagnachmittag auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus das dreitägige Kunst- und Kulturfest „Schauraum“.
Eine große und Tausende kleine Seifenblasen zum Auftakt: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe eröffnete am Donnerstagnachmittag auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus das dreitägige Kunst- und Kulturfest „Schauraum“. Foto: Oliver Werner

Hildegard Voß ist eigentlich immer dabei. „Den Schauraum lasse ich mir nicht entgehen, denn dann öffnet sich die Stadt und heißt jeden willkommen“, sagt die Münsteranerin, während über ihr die letzten Seifenblasen zerplatzen.

Die gehören seit ein paar Jahren – die Ballons aus vergangenen Tagen wurden wegen schlechter Ökobilanz abgelöst – genauso zur Eröffnung des Kunst- und Kulturfestes „Schauraum“ wie der rote Teppich und die weißen Sitzmöbel auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus. So auch am Donnerstagnachmittag, als Oberbürgermeister Markus Lewe den dreitägigen Kulturbummel mit der Museumsnacht am Samstag als Höhepunkt vor einigen Hunderten Besuchern mit einem Countdown eröffnet. „Für sie alle ist der rote Teppich ausgelegt, denn diese Stadt gehört allen Bewohner“, sagt Lewe.

Besondere Atmosphäre

Das gelte in besonderem Maße für die Bürger, die einige Augenblicke zuvor ihre Einbürgerungsurkunde überreicht bekommen haben und zu der Eröffnung eingeladen sind. Menschen aus vielen verschiedenen Ländern seien unter den Neu-Münsteranern gewesen. „Und ganz viele aus Großbritannien – ich weiß nicht, woran das liegt“, scherzt Lewe.

Startschuss: "Schauraum - Das Fest der Museen und Galerien"

Für Fritz Schmücker von Münster Marketing, „Schauraum“-Organisator der ersten Stunde, verkörpert das Kulturfestival ein Münster-Gefühl. „Die Menschen genießen die Kunst und lassen sich durch die Stadt treiben“, beschreibt Schmücker dieses Gefühl. Ihm gefällt besonders, dass sich die Menschen zwischen den Kunstorten begegnen. In Städten wie Köln oder Hamburg gebe es auch Museumsnächte, doch man spüre sie in der Stadt wegen der Weitläufigkeit nicht als Ereignis, so wie es in Münster der Fall sei, findet Schmücker.

Begehrte Rundgänge

Während Jazzklänge von „Pier 23“ die Eröffnungsfeier untermalen und sich die Gäste zwischen Veggie-Burger, Lasagne und anderen Köstlichkeiten entscheiden müssen, herrscht im Infozelt am Ende des Platzes reges Treiben. Dort liegen die Listen für die begehrten Rundgänge und Bustouren aus. „Die Bustour 2 war nach zwei Minuten online ausgebucht“, erzählt Sabine Müller vom Kulturamt. Doch neben dem Online-Kontingent sind auch Plätze für diejenigen reserviert, die vor Ort im Infozelt Interesse bekunden, versichert Müller. Lange werde es aber keine freien Plätze mehr geben, prognostiziert sie.

Schauraum 2019 auf dem roten Teppich eröffnet

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Für „Schauraum“-Fan Hildegard Voß ist das kein Problem. Sie möchte sich in diesem Jahr auf die Galerien und die Rundgänge in der LVM und LBS konzentrieren. Denn die Museen seien ihr bei freiem Eintritt einfach zu voll, erzählt sie.

Infos zum Schauraum

Alle Informationen zum "Schauraum" finden Sie hier .

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