Bundessieger bei "Jugend forscht"
Angela Merkel zeichnet Schüler aus Münster aus

Münster -

Physik-Begeisterte unter sich: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die münsterischen Schüler Anton Fehnker und Simon Raschke am Donnerstag beim 54. Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ ausgezeichnet - und ließ sich deren Rippelmuster-Experiment erklären. 

Freitag, 20.09.2019, 19:05 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 19:50 Uhr
Bundessieger bei "Jugend forscht" : Angela Merkel zeichnet Schüler aus Münster aus
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeichnet Anton Fehnker aus Münster mit dem Sonderpreis der Bundeskanzlerin als Preisträger von "Jugend forscht" aus. Der Titel der Arbeit lautet: "Wie bekommen Straßen Sixpacks? Experimentelle Untersuchung von Rippeln im Sand." Foto: Kay Nietfeld/dpa

Es rumpelt manchmal plötzlich, wenn man mit dem Auto oder Fahrrad über eine Straße rollt. Eigentlich sollte die ja glatt sein. Aber an manchen Stellen bildet der Straßenbelag stattdessen kleine Wellen. Das ergibt dann ein unangenehmes Gewackel.Doch wie entstehen diese Wellen oder Rippelmuster? Das wollten zwei Schüler des St.-Mauritz-Gymnasiums wissen.

Deshalb entwickelten sie ein Experiment: Sie füllten eine Wanne mit Sand und ließen darauf ein Rad mit Motor immer im Kreis herumfahren. Rasch fing es an zu wackeln, weil im Sand Wellen entstanden waren. Dann untersuchten die Schüler sogar noch, ob die Rippel gleichmäßig sind. Ergebnis: Nein, sie entstehen eher chaotisch.

Video-Interview mit den Preisträgern Anton Fehnker und Simon Raschke

Das Experiment mit dem Titel „Wie bekommen Straßen Sixpacks? Experimentelle Untersuchung von Rippeln im Sand" zeigte Fehnker - Raschke ist zur Zeit im Ausland - am Donnerstag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel . Mit dem Physik-Projekt gewannen die münsterischen Schüler den mit 3000 Euro dotierten „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit".

Grüße nach Armenien

In einer kurzen Eingangsrede betonte Angela Merkel die Bedeutung der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Bundeskanzlerin hob hervor, dass die Jungforscher ihren Beitrag dazu leisten, dass die Welt besser werde. Merkel ermutigte die Schüler dazu, sich nach Ende des Wettbewerbs neue Herausforderungen zu suchen.

Bei der anschließenden Preisübergabe schickte die Bundeskanzlerin Grüße nach Armenien zu Simon Raschke und ließ sich von Anton Fehnker das Projekt erklären, bevor er den Preis in Empfang nehmen durfte.

Humorvolle Kanzlerin

Der Abiturient demons­trierte am Versuchsaufbau, worum es in ihrer Arbeit ging: Die beiden Nachwuchsforscher haben die Entstehung gleichmäßiger Unebenheiten auf Schotterpisten untersucht, wie sie durch darüberfahrende Autos entstehen. Die Schüler hatten dazu ein Rad in einer Wanne voller Sand immer wieder im Kreis fahren lassen und konnten so die komplexen Vorgänge bei der Entstehung der sogenannten Sandrippel untersuchen und modellieren.

Angela Merkel, selbst promovierte Physikerin, zeigte sich beeindruckt von dem Experiment. In dem Gespräch mit Anton Fehnker merkten die Zuschauer schnell, dass sich dort zwei Physik-Begeisterte getroffen hatten. Humorvoll merkte die Bundeskanzlerin noch an, dass sie der Aufbau an eine Autobahn-Baustelle erinnere.

Anschließend hatten die Jungforscher Gelegenheit, der Kanzlerin auch ganz persönliche Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um die großen aktuellen Fragen wie dem Klimaschutz, sondern auch um den Werdegang der Kanzlerin – beginnend als Wissenschaftlerin in der DDR bis zur Bundeskanzlerin des wiedervereinten Deutschlands. 

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